Bertelsmann gibt Ergebnissteigerung bekannt / Stabiler Umsatz der Verlagsgruppe Random House

Bertelsmann hat das operative Ergebnis im Geschäftsjahr 2004 gesteigert. Dies wurde eben auf der Bilanzpressekonferenz bekannt gegeben.

Das Operating EBIT erhöhte sich auf 1.429 Mio. € (Vorjahr: 1.026 Mio. €). Zu diesem Anstieg haben vor allem die Unternehmensbereiche RTL Group, BMG und Arvato beigetragen. Der Konzernumsatz betrug 17,0 Mrd. € nach 16,8 Mrd. € im Vorjahr.

Im Zuge dieser positiven Umsatz- und Ergebnisentwicklung verbesserte sich die Umsatzrendite von 6,1 Prozent im Vorjahr auf 8,4 Prozent. Der Jahresüberschuss vor Fremdanteilen belief sich auf 1.217 Mio. € (Vorjahr: 208 Mio. €). Bertelsmann beschäftigte zum Ende des Geschäftsjahres 76.266 Mitarbeiter (Ende 2003: 73.221).

Im Geschäftsjahr 2004 konzentrierte sich Bertelsmann neben der Verbesserung der Profitabilität auf die Stärkung der Marktpositionen in wichtigen Unternehmensbereichen. So wurde die Fusion der Tonträgergeschäfte von BMG und Sony Music zu Sony BMG Music Entertainment vollzogen.

Unter kartellrechtlichem Vorbehalt stehen die Verträge über den Mehrheitserwerb an der Motor-Presse Stuttgart durch Gruner + Jahr sowie das Tiefdruck-Joint-Venture von Arvato, Gruner + Jahr und der Axel Springer AG. Die im Dezember 2003 gestartete Wachstumsinitiative „Growth and Innovation“ (GAIN) befinde sich mit zahlreichen Projekten in der Umsetzung und zeige bereits erste Ergebnisse in den Unternehmensbereichen.

„Bertelsmann verzeichnete eine insgesamt erfreuliche Geschäftsentwicklung und eine deutliche Steigerung der Profitabilität. Mit wichtigen Transaktionen wurde das Konzernportfolio auf die Zukunft ausgerichtet. Wir halten an unserem Ziel einer Umsatzrendite von 10 Prozent fest, um weiteres Wachstum aus eigener Kraft finanzieren zu können“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Bertelsmann AG, Gunter Thielen.

Zum deutlichen Anstieg des Operating EBIT habe neben der positiven Geschäftsentwicklung in nahezu allen Unternehmensbereichen auch die erstmalige Vollkonsolidierung der französischen Sendergruppe M6 mit 92 Mio. € beigetragen. Ohne diesen Effekt lag die Ergebnissteigerung im Konzern bei 30,3 Prozent.

Der konsolidierte Umsatz betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 17,0 Mrd. € (Vorjahr: 16,8 Mrd. €). Dieser Anstieg sei zum einen durch organisches Wachstum in Höhe von 1,9 Prozent und zum anderen durch Portfolioeffekte in Höhe von 1,7 Prozent getragen worden. Wechselkursänderungen, besonders die Abschwächung des US-Dollars im Vergleich zum Euro, hätten jedoch den Umsatz um 2,3 Prozent ermäßigt.

Der Umsatz der Buchverlagsgruppe Random House blieb mit 1,8 Mrd. € stabil (Vorjahr: 1,8 Mrd. €). Das operative Ergebnis konnte auf 140 Mio. € (Vorjahr: 115 Mio. €) erhöht werden.

In Nordamerika platzierte Random House im sechsten Jahr in Folge mehr Titel als jeder andere US-Buchverlag in den Bestsellerlisten der „New York Times“. Zu den verlegerischen Erfolgen zählten vor allem die Memoiren des früheren US-Präsidenten Bill Clinton „My Life“ sowie der Thriller „The Da Vinci Code“ von Dan Brown.

Die in London ansässige Random House Group, die die Geschäfte in Großbritannien, Australien, Neuseeland und Südafrika steuert, verzeichne „substanzielle Marktanteilsgewinne“ in Großbritannien.

Random House Mondadori schreibe in Spanien und Lateinamerika wieder schwarze Zahlen, das japanische Joint Venture Random House Kodansha brachte im ersten vollen Jahr der operativen Tätigkeit 43 Bücher heraus. Das im Januar in Korea gestartete Joint Venture Random House Joong Ang habe auf Anhieb eine führende Marktposition erreicht, mit mehreren Bestsellern in Folge.

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