Klett-Verlagsgruppe mit zweistelligen Umsatz- und Ertragsraten

Von einem überaus erfolgreichen Geschäftsjahr 2001 berichtete der Finanzvorstand der Klett-Verlagsgruppe, Arthur Zimmermann, auf einer Bilanzpressekonferenz am 29.4. in Stuttgart. Der Umsatz der Gruppe wuchs um 11,1 % auf 313,7 Mio. EUR, das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit um 70% von 5,7 auf 9,7 Mio. EUR, der Cash-flow aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit um 17,5 % auf 22,1 Mio. EUR. Das Ergebnis wurde geschmälert durch von Anlaufverlusten des mit Partnern betriebenen Firmenkunden-Geschäftes. Der Konzern-Jahresüberschuss stieg dennoch um 37 % auf 3,9 Mio. EU

Über die Hälfte des Wachstums, so der Vorstandsvorsitzende Dr. h.c. Michael Klett, komme aus klassischen Bildungsbereichen (Schule, VHS, Fernunterricht), die andere Hälfte aus jüngeren Geschäftsfeldern wie dem Loseblatt und auch von Klett-Cotta (Umsatzrekord durch das Buch Herr der Ringe.

Umsätze
Ernst Klett Verlag 168,3 Mio
Klett-Cotta: 24,5 Mio
Ernst Klett Information: 112,5 Mio
Auslieferer: 8,1 Mio
Sonstige: 0,3 Mio
(2.077 Mitarbeiter, 2.398 Novitäten)

Zu Klett-Cotta betonte Michael Klett: „Der Kinofilm Herr der Ringe war ein Glücksfall für uns. Die Konzentrationsbewegungen im Buchhandel sind aber auch für Klett-Cotta spürbar. Und obwohl wir unser Programm noch sorgfältiger auswählen, spüren wir die Auswirkungen im gesamten Konsumentenmarkt.“

In den Bereichen Schule / VHS werde den stagnierenden Märkten mit Kostensenkungs-Maßnahmen begegnet. Die erfolgreichen Fernschulen und Fernfachhochschulen in Darmstadt und Hamburg seien für die kommenden Jahre ein Wachstumssegment der Gruppe. Wegen der Krise in einigen Großunternehmen sei es im Firmenkundengeschäft zu spürbaren Umsatzeinbußen gekommen. Mit Einsetzen der Konjunktur verspricht sich die Klett AG jedoch gute Entwicklungschancen.
Hervorzuheben sei auch der Heureka-Klett-Softwareverlag. Die mit hohen internationalen Auszeichnungen versehene Lernsoftware habe gute Aussichten auf exzellente Verkäufe und werde auf alle Kernfächer ausgebaut.
Auch die Mitarbeiter und Autoren der Klett-Verlage profitierten vom verbesserten Ergebnis. Die gewinnabhängige Mitarbeiter-Beteiligung wird dieses Jahr ihre Einlagen mit 8,5 % verzinsen.

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