Barbara Kutscher: Warum sich Bertelsmann seiner Wurzeln besinnt

Barbara Kutscher plant für
Bertelsmann ein Leseförder-
Projekt mit starken Partnern

Zum 175. Jubiläum “schenkt” sich der Bertelsmann-Konzern ein Leseförderprojekt [mehr…] – Anlass für Fragen an Barbara Kutscher (Foto), Director Corporate Responsibility der Bertelsmann AG.

Bertelsmann besinnt sich mit dem Leseförderprojekt seiner Wurzeln – war dies der Aufhänger für das Projekt?
Wir besinnen uns auch auf unsere Wurzeln, aber es geht uns vor allem um die Zukunft, um die Zukunft von Kindern aus lesefernen Familien. Es geht um Zugang zu Bildung und die Befähigung zu gesellschaftlicher Teilhabe in einer multi-medialen Welt. Dafür ist „Lesen“ die Grundvoraussetzung. Und deshalb setzen wir uns für Leseförderung ein – gemeinsam mit unseren Partnern: der Stiftung Lesen und dem Goethe-Institut.
Im vergangenen Jahr hat Bertelsmann das größte Sparprogramm in der Geschichte aufgesetzt und durchgeführt – beim Leseförderprojekt wird nicht gespart, warum?
Wir initiieren das Projekt „Lesespaß“ anlässlich des 175jährigen Jubiläums der Bertelsmann AG. Es ist uns ein Anliegen, anlässlich unseres Geburtstags auch der Gesellschaft, in der das Unternehmen groß geworden ist, etwas „zu schenken“. Dabei spielt nicht nur die aktuelle wirtschaftliche Situation eine Rolle, sondern vielmehr die traditionelle Haltung des Unternehmens und seines verstorbenen Nachkriegsgründers Reinhard Mohn. Und Teil dieser Haltung ist seit jeher die Wahrnehmung unserer gesellschaftlichen Verantwortung.
Was kann man heute bereits zu dem Projekt sagen?
Ich will noch nichts vorwegnehmen, aber Sie können sich auf ein umfassendes und innovatives Projekt zur Leseförderung freuen. Wir binden die lokalen Akteure von Anfang an in die Projektplanung mit ein, damit unsere Förderung wirklich bedarfsgerecht ist. Besonders wichtig bei diesem Projekt wird der Modellcharakter sein: Unser Ziel ist von vornherein, dass das „Lesespaß“-Projekt als Vorlage dienen kann und auch andernorts Nachahmer findet. Dies wäre auch im Sinne unserer beiden Partner Stiftung Lesen und Goethe-Institut.

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