Alle auf einem Foto: Wiley VCH feiert 200-jähriges Verlagsjubiläum

William J. Pesce, President und CEO der an der New Yorker Börse notierten Verlagsgruppe John Wiley & Sons, Inc. eröffnet heute offiziell das Jubiläumsjahr zum 200-jährigen Bestehen des international tätigen Verlagshauses – ein Jubiläum, das Wiley nur mit wenigen US-amerikanischen Unternehmen teilt.

Die Wiley-VCH-Crew in Weinheim

Zum Jubiläum hat sich die ganze Belegschaft von Wiley-VCH in Weinheim für ein Foto aufgestellt. Der Stolz der Mutterfirma überträgt sich auch auf die deutsche Dependence.

„Für gewöhnlich feiern Länder 200-jährige Jubiläen, nicht aber Unternehmen“, bemerkt William J. Pesce, der zehnte President in Wileys 200-jähriger Geschichte – im gleichen Zeitraum standen 41 Präsidenten an der Spitze der Vereinigten Staaten. „Wiley wurde 1807 während der Präsidentschaft von Thomas Jefferson gegründet. Seitdem hat der Verlag den Britisch-Amerikanischen Krieg von 1812, den Amerikanischen Bürgerkrieg und zwei Weltkriege überstanden sowie wirtschaftliche Krisen wie z.B. die Weltwirtschaftskrise gemeistert. Heute ist Wiley ein Verlagshaus, das – wie kaum ein anderes – über weltweite Anerkennung verfügt,“ betont William J. Pesce.

Ergänzend fügt Peter Booth Wiley, Chairman of the Board und Mitglied der sechsten Generation der Wiley-Familie hinzu: „Seit der Verlagsgründung hat Wiley jeder Generation als Informations- und Wissensquelle gedient. Darüber hinaus verfolgte Wiley hochgesteckte Ziele wie die Förderung der damals entstehenden amerikanischen Literaturtradition und die Veröffentlichung von Lehrbüchern zur Definition und Einführung von wissenschaftlichen Fachgebieten. Bis heute publiziert Wiley zahlreiche Bestseller und die Werke einer Vielzahl von Nobelpreisträgern.“

Als Charles Wiley im Jahre 1807 eine Druckerei in Manhattan eröffnete, war Amerika eine junge Nation voller Potential und suchte nach seiner kulturellen Identität auf der Weltbühne. Charles Wiley und sein Sohn John ergriffen die Initiative – und förderten durch die Veröffentlichung von Werken amerikanischer Schriftsteller wie James Fenimore Cooper, Washington Irving, Herman Melville und Edgar Allan Poe die junge amerikanische Literatur. Während der Zweiten Industriellen Revolution in den Vereinigten Staaten veröffentlichte Wiley zusätzlich anspruchsvolle Publikationen aus den Bereichen Wissenschaft, Technik und Ingenieurwesen.

Die deutsche Tochter Wiley-VCH – 1921 als Verlag Chemie gegründet – ist seit 1996 in die internationale Verlagsgruppe von John Wiley & Sons, Inc. eingebunden. Dadurch kann Wiley-VCH sein Angebot weltweit verfügbar machen. Ebenso gehört Ernst & Sohn, dazu, 1851 in Berlin gegründet und seit 1983 Teil des heutigen Wiley-VCH Verlags.
Der GIT VERLAG, seit April 2002 Teil der John Wiley & Sons Verlagsgruppe, publiziert seit 1969 Fachmedien für Wissenschaft, Industrie, Technik und Medizin.

Heute fördert Wiley den weltweit vernetzten Informationsfluss zwischen Kunden, Autoren, Gesellschaften, Mitarbeitern und Aktionären mit qualitativ hochwertigen Inhalten und innovativen Dienstleitungen. „Wiley hat nicht nur zwei Jahrhunderte überlebt, sondern wächst und entwickelt sich weiter – auch in der Zukunft,“ betont Peter Booth Wiley.

Bereits jetzt investiert Wiley mit dem Erwerb von Blackwell Publishing (Holdings) Ltd.. „Parallel zu unserem 200-jährigen Jubiläum nutzen wir eine seltene Gelegenheit: Zusammen werden wir noch erheblich mehr leisten, als wir dies als Einzelunternehmen könnten – und so sind wir in der Lage, mehr Menschen mit mehr Inhalten zu versorgen als jemals zuvor,“ sagt William J. Pesce. Die Übernahme von Blackwell Publishing (Holdings) Ltd. wird voraussichtlich Anfang Februar abgeschlossen.

Die Wiley-Familie, ein unabhängiges Management und ein professionelles Führungsteam haben herausragende finanzielle Ergebnisse sowie einen steigenden Shareholder-Value erzielt. Im letzten Jahrzehnt hat sich Wileys Umsatz um 11% pro Jahr vergrößert, der Gewinn pro Aktie ist sogar um 17% pro Jahr gestiegen. Auch die US-amerikanische Presse honorierte Wileys nachhaltigen Erfolg.

Anfang Januar 2007 wurde Wiley zum ersten Mal in der Forbes-Liste der „400 Best Big Companies in America“ genannt. Des Weiteren fand auch Wileys ausgeprägte Unternehmenskultur immer wieder Anerkennung in den Medien. So findet sich das Unternehmen u.a. in den Jahren 2005 und 2006 auf der FORTUNE-Liste der „100 Best Companies to Work For“. Zudem wurde Wiley 1998 von der Financial Times in einer weltweiten Befragung von Geschäftsführern als eines der „angesehensten Unternehmen“ ausgewählt. Besonders erwähnt wurde die „erfolgreiche und nachhaltige Unternehmensstrategie“. Wiley war als einziges Verlagshaus auf der Liste vertreten.

Heute begeht Wiley die Feierlichkeiten zum 200-jährigen Jubiläum mit der Veröffentlichung eines Videos, das die Verlagsgeschichte dokumentiert und einen Überblick der heutigen Geschäftsfelder vermittelt. Am 1. Mai beginnt das Wiley-Führungsteam das neue Geschäftsjahr mit dem Läuten der Schlussglocke an der New Yorker Börse, wo die Unternehmensaktien gehandelt werden.

Im Mai veröffentlicht Wiley außerdem eine besonders gestaltete und aufwendig illustrierte Verlagschronik, die auch die Geschichte des Verlagswesens insgesamt widerspiegelt: KNOWLEDGE FOR GENERATIONS: Wiley and the Global Publishing Industry, 1807-2007 (ISBN 978-0-471-75721-4 ) von Timothy C. Jacobson, George David Smith und Robert E. Wright. Das Buch erzählt die bewegte Geschichte des Verlagshauses und zeigt, wie das Unternehmen von Trends in der Verlagsindustrie, aber auch von weiter reichenden wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Kräften geformt wurde.

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