Investorentag bei Bastei Lübbe: AG auf internationalem und digitalem Wachstumskurs

Zahlreiche Vertreter der Investment- und Bankerszene informierten sich gestern in Köln über das Portfolio des Medienunternehmens.
Die Vorstandsmitglieder Thomas Schierack, Klaus Kluge und Felix Rudloff gaben auch Einblick in die auf zügiges Wachstum ausgerichteten Pläne der Aktiengesellschaft, die nach ihrem Börsengang im letzten Herbst Spielraum für großzügige Investitionen hat.

Lübbe-Vorstand (v.l.): Felix Rudloff, Thomas Schierack, Klaus Kluge

Diese Geschäftsfelder wurden genannt:
Digitalisierung und Internationalisierung: Eigene Stoffe sollen weltweit digital vermarktet werden. Die Inhalte sollen für die Anwendung auf unterschiedlichen Geräten aufbereitet und in englisch, spanisch, portugiesisch und mandarin publiziert werden.
Im Fokus steht dabei der chinesische Markt. Angesichts einer Milliarde bestehender chinesischer Mobilfunk-Anschlüsse und der Tatsache, dass Chinesen auf Smartphones lesen statt auf Readern, verhandelt man dort zur Zeit über Joint Ventures mit Plattformen, um gemeinsame Inhalte zu entwickeln und zu vertreiben. Das Bastei-Lübbe-Auslandsengagement soll jedoch ausschließlich auf der digitalen Ebene erfolgen.
Auch vorinstallierte Apps sind in der Planung. Hierfür sei man bereits mit einem der fünf größten Tablet-Hersteller weltweit im Gespräch. Klaus Kluge: „Wir planen die internationale Platzierung auf einer Million Geräte.“ Die Flat-Rate für die Inhalte soll für 3,99 Euro angeboten werden. Das Projekt soll noch in diesem Jahr realisiert werden.
B2B: Hier will man exklusive Inhalte für Kundenbindungsprogramme von Großunternehmen bereitstellen, z. B. für Entertainment-Angebote in Flugzeugen etc , immer unter der Prämisse, die Rechte zu halten.
Ankauf weiterer „Weltbestseller“-Autoren mit kompletten Verwertungs-Rechten für alle Produktbereiche. Dabei strebt man auch die Stärkung der Verlags-Position bei internationalen Auktionen an. Felix Rudloff betonte, man wolle hier „keinesfalls auf agressive Abwerbemaßnahmen“ setzen. Thomas Schierack: „Wir wedeln nicht mit dem dicken Portemonnaie, aber es ist nicht schlecht, eines in der Tasche zu haben.“
Gaming: Insbesondere die Kernmarken im Kinder- und Jugendbuchbereich sollen durch Apps und Spiele erweitert werden.
Nonbooks: Die Räder-Kollektionen werden an internationale Bedürfnisse angepasst und sollen künftig in über zehn Ländern weltweit angeboten werden.

Mit diesem umfangreichen Maßnahmen-Katalog wolle man das bereitliegende Kapital sinnvoll einsetzen, die Wettbewerbsposition stärken und an dieser Unternehmensvision arbeiten: „Kein Haushalt ohne ein Produkt von Bastei Lübbe, keine Anlass ohne ein Geschenk von Räder und kein Tablet ohne vorinstallierte Bastei-Lübbe-App.“

Kommentare (0)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.