Gräfe und Unzer übernimmt den Falken Verlag von der Verlagsgruppe Random House

GU baut seine Marktführerschaft im Ratgebersegment weiter aus: Wie Klaus Eck, CEO der Verlagsgruppe Random House, heute bekannt gab, wird der Verlag Gräfe und Unzer Verlag, ein Unternehmen der Ganske Verlagsgruppe, den Falken Verlag übernehmen. Vorbehaltlich der Zustimmung des Kartellamtes wird der Falken Verlag am 01. Januar 2002 den Besitzer wechseln. Über den Preis wurde Stillschweigen vereinbart. Dass es zum Verkauf der Falken Gruppe an GU aber kommen würde, darüber war in den letzten Tagen im Münchner Raum schon spekuliert worden.

Die Bertelsmänner wollen sich (Klaus Eck) “in Zukunft auf unsere über lange Jahre gewachsene Kernkompetenz in den Bereichen Belletristik, Sach- und Jugendbuch konzentrieren. Es ist gut, die Mitarbeiter vom Falken Verlag und Bassermann in kompetenten Händen zu wissen.“ Immerhin 33 Mitarbeiter ziehen gerade nach München um – ein Teil wird wohl zu Mosaik wechseln; der Großteil bei GU andocken: Dort wird ja Programmkompetenz gebraucht, auch wenn man vermuten muss, dass das geplante Programm zunächst deutlich zurückgefahren wird. In den bisherigen Verlautbarungen ist darüber nichts zu lesen, aber es ist wohl so, dass alle Niederhausener, die einen Mosaik Vertrag haben, zu Random House wechseln werden und alle, die einen Falken Vertrag haben, zu GU stoßen sollen.

Bei GU liegt dazu aber ein fertiger Plan dafür wohl noch nicht in der Schublade, denn noch weiß man bei GU noch nicht einmal, wo die neuen Leute untergebracht werden, noch ist auch nichts dafür angemietet. Aber “ein spezielles Team” soll dafür sorgen, dass die Integration von Falken “schnell und effektiv” vollzogen werden kann, heißt es in einer ersten Info.

Frank H. Häger, Mitglied des Vorstandes der Ganske Verlagsgruppe, stellte dazu fest: „Die Übernahme des Falken Verlages eröffnet uns außergewöhnliche Möglichkeiten. Wir sind überzeugt, dass wir unter dem Dach von Gräfe und Unzer mit den Marken Falken und Bassermann völlig eigenständige Programme anbieten können, die sich mit den Programmen von Gräfe und Unzer, Teubner Edition und Hallwag hervorragend ergänzen.“

Das würden sich auch die Mitarbeiter wünschen, dass Falken wieder zu einer Marke heranwächst, die eigenständig geführt wird. Für GU macht es durchaus Sinn, neben der “Edel” Marke GU künftig auch im reinen Nutzenbereich mit einer zweiten Marke vertreten zu sein. [mehr…]

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