Eichborn: Stefan Gallenkamp kürzt drastisch Programm und Personal / Profil soll wieder geschärft werden

Mit einer schlankeren Führungsebene und weniger Neuerscheinungen will sich der

Stephan Gallenkamp

angeschlagene Eichborn Verlag sanieren, berichtet dpa. Eichborn hatte 2007 – im zweiten Jahr in Folge – einen hohen Verlust von knapp 1,62 Millionen Euro erwirtschaftet.

Aber das Haus will sein Image als unangepasster Verlag wieder schärfen. „Das Freche, das Aneckende und Provokante: Das ist verloren gegangen“, sagte der Geschäftsführer Stephan Gallenkamp der dpa [mehr…].

Zum Sparprogramm gehört die Reduzierung der Zahl der Beschäftigten von 63 auf 47. Neben der üblichen Fluktuation gab es bereits auch betriebsbedingte Kündigungen – gehen musste u.a. die bisherigen Prokuristin, Herstellungs- und Personalleiterin Ulrike Bettermann [mehr…].

Eichborn will nach den Worten Gallenkamps künftig nur noch jährlich 120 neue Titel auf den Markt bringen. Im vergangenen Jahr waren es noch 182. Das Themenspektrum innerhalb der einzelnen Segmente werde nicht mehr so breit sein. Es werde aber weiterhin Literatur, Sachbuch, Berufs-Ratgeber, Unterhaltung und die „Andere Bibliothek“ geben.

Die einzelnen Programmbereiche sollen zugleich mehr Verantwortung haben als früher. „Die Führerschaft haben die Lektoren. Den Verleger im klassischen Sinne gibt es bei uns nicht mehr“, so Gallenkamp. Für die Literatur wird künftig allein die Verlagsdependance in Berlin unter Leitung von Wolfgang Hörner zuständig sein.

Die Neuausrichtung des Unterhaltungsprogramms, in dem Eichborn sich vom schrägen Humor des einstigen Eichborn-Autors Walter Moers bis zu Cartoons einen Namen gemacht hat, steht noch nicht fest.

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