Nutzungsdaten bestätigen hohes Interesse an Papego App / Kunden lesen verstärkt “hybrid”

Auf der Leipziger Buchmesse wurde die App Papego, mit der man gedruckte Bücher mobil weiterlesen kann, erstmals vorgestellt und mit dem „Neuland 2.0“-Publikumspreis ausgezeichnet. Nun legt die Hamburger Briends GmbH erste Nutzungsdaten auf Basis der im Piper Verlag und Berlin Verlag erschienenen Papego-Bücher vor.

Dabei zeigt sich, dass genreübergreifend ein hohes Interesse an der App besteht. Besonders bei Fantasy, Romance, Science Fiction und Spannungsliteratur sind die Nutzungsquoten überdurchschnittlich hoch.

Ausgewertet wurden 27 Titel, die in der Zeit vom 1. März bis 27. Mai insgesamt mehr als 3.600 Leser zum Download der Papego-App animierten. Dies entspricht, bezogen auf die von Media Control ermittelten Abverkaufszahlen, einer durchschnittlichen Nutzungsquote von knapp 3%. „Das ist deutlich mehr, als wir für den Start erwartet hatten“, freut sich Autor und Papego-Erfinder Karl-Ludwig von Wendt. „Besonders, wenn man es mit dem E-Book-Marktanteil vergleicht, der fünf Jahre nach Einführung des Kindle bei etwa 5% liegt. Das zeigt, dass unser Konzept, das digitale Lesen mit dem gedruckten Buch zu verknüpfen, aufgeht.“

Ähnlich wie beim E-Book ist auch die Papego-Nutzung je nach Titel stark unterschiedlich. Bücher, die jüngere Zielgruppen ansprechen, erreichen Quoten von bis zu 10%, d.h. jeder zehnte Buchkäufer nutzt die Papego-App. „Das tatsächliche Interesse an der App ist sogar noch weit größer, als es die Nutzungsquote vermuten lässt“, erläutert von Wendt. „Denn nicht jeder Buchkäufer ist sofort in einer Situation, in der er unterwegs lesen will und die App nutzen möchte. Doch wir nehmen allen, die ein Papego-Buch kaufen, die lästige Entscheidung zwischen digitalem und gedrucktem Lesen ab.“

Immerhin seien die Hälfte der Buchhandelskunden Hybridleser, die sowohl E-Books als auch gedruckte Bücher lesen. Diese bekämen mit Papego einen echten Mehrwert, für den viele laut Marktforschung sogar bereit wären, mehr Geld zu bezahlen – etwas, das von Wendt jedoch strikt ablehnt: „Papego wird dauerhaft für die Leser kostenlos bleiben. Unser Ziel ist es, das gedruckte Buch zu stärken.“

Auch der Piper Verlag ist mit der Papego-Nutzung sehr zufrieden. „Das Feedback von Lesern und Buchhändlern ist durchweg sehr positiv“, erklärt Piper-Geschäftsführer Christian Schniedermann. „Noch ist Papego für die Leser neu und ungewohnt. Wir werden Papego auch weiterhin einsetzen, damit sich das Konzept durchsetzen kann. Ich kann die anderen Verlage nur ermuntern, auch mitzumachen. Denn die Verknüpfung von digitalem Lesen mit dem gedruckten Buch nützt der ganzen Branche.“

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