LG Buch favorisiert Genossenschaftsbank Modell

Mit einem Sonderfax hat sich die LG Buch auch noch einmal zur bevorstehenden BAG -Sitzung in Berlin geäußert und wird ab morgen auf seiner Webseite www.lg-buch.denoch einmal die drei Alternativen darstellen, über die in Berlin entschieden werden soll.

Klar wird aus dem Fax, dass man das Genossenschaftsbank – Modell favorisiert. LG-Buch GF Rolf Sudendorf schreibt:

Sie haben in den letzten Wochen seit Leipzig viel über die BAG gehört und gelesen. Auf der außerordent-lichen Mitgliederversammlung in Leipzig konnte, auch dank Ihrer Hilfe, die Übernahme der BAG durch die MVB verhindert werden. Der Vorstand der BAG wurde beauftragt, alternative Lösungswege zu suchen. Er ist dieser Aufgabe gerecht geworden. Im Börsenblatt (BBL) 16, Seite 136 stehen für die ordentliche 54. Mitgliederversammlung in Berlin drei Modelle zur Abstimmung. Zu diesen Modellen hat es insbesondere in den online Diensten unserer Branche diverse Papiere gegeben. Da wir nicht erwarten können, dass alle Mitglieder hiervon Kenntnis erhalten haben, haben wir die wichtigsten Inhalte für sie zur Einsicht unter www.lg-buch.de zusammengefasst (ab 1.6.) Bevor Sie sich ein Urteil bilden, sollten Sie diese Papiere lesen, die jeweiligen Standpunkte sind dort sehr gut herausgearbeitet.
Im Übrigen beschreiben zwei Leserbrief im selben BBL 16 Seite 160/161 sehr gut das Dilemma: Einerseits blickt der normale Buchhändler überhaupt nicht mehr durch (BAG, FGM, BKG, ZMG, Verein, GmbH, Holding etc.), andererseits beschreibt einer der Nestoren unserer Branche A. Meyer vom Merlin Verlag sehr schön die Aufgaben des Börsenvereins. Dazu zählt er die BAG ausdrücklich nicht.
Das „Kölner Modell“ beinhaltet, ohne auf Details eingehen zu wollen, eine Abhängigkeit vom Börsenverein und seinen anderen Wirtschaftstöchtern. Dies wollen viele Sortimente nicht und haben das auch in Leipzig klar zum Ausdruck gebracht. Im Übrigen ist der steuerliche Aspekt des Verlustvortrages nicht geklärt.
Das sogenannte Genussschein Modell geht von der Voraussetzung aus, dass es zu einer Zeichnung von insg. 6 Mio. € kommen könnte, dies erscheint wenig realistisch. Und selbst wenn, eine Fachkompetenz hat man damit immer noch nicht und die strukturellen Probleme der BAG wären damit auch nicht gelöst.
In jeder Krise steckt eine Chance und die sollten wir ergreifen: das Genossenschaftsbank Modell erscheint logisch und schlüssig. Sicher wird es nicht ganz so einfach laufen, wie Herr Borsche sich das vorstellt. Durch einen Banken-Minderheitengesellschafter (der natürlich auch finanzielle Interessen hat!), käme das notwen-dige Know How insbesondere für die FGM. Eine jährliche Prüfung durch entsprechende Prüfungsverbände ist gesetzlich vorgeschrieben. Eine solche Bank könnte auch im Clearing Nichtmitgliedern offenstehen, rundum: es gibt eine Menge Vorteile. Zur Finanzierung könnte, neben den von Herrn Borsche gemachten Vorschlägen, auch ein modifiziertes Genussschein Modell nach den Vorschlägen der Herren Richter/Mende greifen.
Wie auch immer Sie sich entscheiden, bitte geben Sie Ihre Stimme ab, wenn Sie nicht selber nach Berlin kommen können, machen Sie von der Stimmübertragung gebrauch. Senden Sie uns ausgefüllt die gelbe BAG Mitgliederkarte zu, oder füllen Sie das Beiblatt entsprechend aus. Sollten Sie ein bestimmtes Modell praeferieren, so vermerken Sie dies bitte ebenfalls aus und faxen das Blatt an die Geschäftsstelle zurück
Mit freundlichen Grüßen
Ihr
Rolf Sudendorf

Kommentare (0)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.