Berlin Verlag: Einigung zum Sozialplan erfolgt

Am Donnerstag haben sich die Verhandlungspartner im Berlin Verlag auf einen Sozialplan geeinigt, meldet das Unternhmen. „Damit konnten die Gespräche zwischen der Geschäftsführung und dem Betriebsrat auf dem Verhandlungsweg und ohne Anrufung der Schlichtungsstelle abgeschlossen werden“, heißt es in einer Presseerklärung.

Die geplante Umstrukturierung am Standort Berlin hatte die Verhandlungen ausgelöst. „Uns ist bewusst, dass diese Umstrukturierung einen harten Einschnitt bedeutet. Umso wichtiger war es uns von Anfang an, einen fairen und für beide Seiten akzeptablen Kompromiss zu finden, um die sozialen Härten für die Mitarbeiter abzufedern. Dies ist nach unserer Einschätzung mit den ausverhandelten Bedingungen gelungen“, sagte Christian Schniedermann, Geschäftsführer des Piper Verlags.

Der Betriebsrat bestätigte die Einigung: „Es war ein langer Weg vom ersten Angebot bis zum jetzigen Sozialplan. Doch auch wenn die Verhandlungen zwischenzeitlich hart waren, haben wir jetzt einen Abschluss gefunden, den die gesamte Belegschaft mitträgt. Nichtsdestotrotz ist natürlich der Verlust so vieler Arbeitsplätze für die betroffenen Kolleginnen und Kollegen äußerst bitter.“

Die anhaltend schwierige wirtschaftliche Situation des 1994 gegründeten und seit 2012 zum Münchner Piper Verlag gehörenden Berlin Verlags hatte die Maßnahmen notwendig gemacht. Die Bereiche Vertrieb, Herstellung und Marketing werden künftig ganz von Piper am Standort München übernommen, das Taschenbuchprogramm wird ebenfalls von Piper weitergeführt.

In Berlin soll sich ein „erfahrenes Belletristik-und Sachbuchlektorat“ um Verlagsleiter Georg Oswald zusammen mit einer Pressestelle ganz auf die programmatische Arbeit konzentrieren können. Zwei Mitarbeiterinnen werden beim Piper Verlag in München weiterbeschäftigt. Für die übrigen zehn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gelte nun der Sozialplan. „Mit der Umstrukturierung greift der Berlin Verlag seinen Gründungsgedanken wieder auf: Ein herausragendes Hardcover-Programm für wichtige Strömungen der deutschen und der internationalen Literatur sowie für aktuelle politische und gesellschaftliche Sachthemen zu sein“, sagte Piper-Verlegerin Felicitas von Lovenberg.

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