AkR-Meeting: Digitalisierte und mit Trailern beworbene Novitäten verkaufen sich um 18 Prozent besser

Traditionell zur Messe-Eröffnung tauschten sich in der vergangenen Woche rund 40 Mitglieder des Arbeitskreises der Ratgeberverlage in Frankfurt über neue Entwicklungen aus.

Justitiar Christian Sprang informierte u.a. über den aktuellen Stand in Fragen des Urheberrechts und der Übersetzungsvergütung. Annette Beetz (Gräfe und Unzer) moderierte eine Podiumsdiskussion zur Einbindung von Bewegtbildern in (digitale) Ratgeber, an der Kerstin Rau (Verantwortlich für die Entwicklung von Video- und Audioproduktionen bei Gruner & Jahr), Mark-Oliver Multhaup (Geschäftsführer WAZ New Media) und der Jurist Konstantin Wegner teilnahmen.

Die Prozentzahl 18 ließ alle aufhorchen. Entsprechend mehrerer Erfahrungswerte verkaufen sich Bücher, die in verschiedenen E-Book-Formen und mit Videos beworben und ergänzt werden durchschnittlich um 18 Prozent besser als vergleichbare Novitäten, die nicht digitalisiert und ohne Trailer auf den Markt kommen. Ob das derzeit den Aufwand für die Herstellung blätterbarer und multimedial angereicherter Online-Bücher lohnt, muss jeder Verlag für sich selbst beantworten, zumal noch viele Fragen offen sind.

Online-Berater Dominik Huber erinnerte in einem Kick-Off-Vortrag zum Thema „Workflow für die Multichannel-Produktion“ an die Ungewissheit, welche Hard- und Software sich bei digitalen Büchern letztlich durchsetzen wird und empfahl den Anwesenden wachsam zu bleiben und sich in jedem Fall die E-Rechte zu sichern.

Konstantin Wegner versprach den Teilnehmern, ihnen bald ein Produktionsvertragsmuster sowie eine Checkliste für die Rechtsabteilung zu senden. AkR-Sprecherin Nadja Kneissler kündigte für die große AkR-Frühjahrstagung als eines der Hauptthemen wieder einmal aktuelle Fragen rund um den traditionellen Print-Ratgeber an.

nb

Kommentare (0)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.