20 Jahre Verlag Faber & Faber im Leipziger Haus des Buches / Verlag bleibt in Familienbesitz

„Ich bin beeindruckt“ – so lautete der erste Satz von Elmar Faber (Foto) gestern Abend im Haus des Buches. Beeindruckt war der Verleger von Faber & Faber angesichts der zahlreichen Gäste, die ihren Weg in das Leipziger Literaturhaus gefunden hatten. Dort feierte der Verlag seinen 20. Geburtstag.

Faber selbst sprach einleitende Worte, danach gratulierten und lasen Volker Braun, Christoph Hein und Helmut Richter – Autoren, die im Verlag mit einzelnen Büchern vertreten sind.

Lag es an diesem prominent besetzten Podium, dass so viele Gäste den Weg ins Haus des Buches gefunden hatten? Lag es am guten Ruf, den der Verlag Faber & Faber in bestimmten Kreisen genießt? Oder lag es daran, dass die Zukunft des Verlags noch immer auf der Kippe steht? Seit Anfang des Jahres wird darüber spekuliert, wie es mit dem Leipziger Verlag weitergeht. Elmar Faber möchte sich aus dem Geschäft zurückziehen, sein Sohn Michael Faber, derzeit Leipziger Kulturbürgermeister, fällt als Nachfolger aus, ein Käufer hat sich bisher nicht gefunden.

Aber erst nach dem offiziellen Teil ließ Elmar Faber in kleinerer Runde die entscheidenden Worte verlautbaren: „Ende März beende ich meine aktive verlegerische Tätigkeit. Der Verlag Faber & Faber bleibt im Privatbesitz der Familien Faber. Er schränkt sein Programm allerdings eine Zeitlang beträchtlich ein, bis geklärt ist, wer den Verlag in Zukunft dominieren wird.“

Das Verlagsgeschäft wird also ruhen, weitergehen aber soll es in jeden Fall. Auf welche Weise, das steht noch nicht fest. Beruhigend ist in diesem Zusammenhang vielleicht die Gratulation von Helmut Richter, der auf dem Podium sagte: „Kulturstifter sind Anstifter, sie wirken weiter, so oder so.“

BX

Kommentare (0)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.