Stadtsprachen: Neues Literaturfestival für Berlin

Vom 28. Oktober bis 6. November feiert Stadtsprachen – Festival der internationalen Literaturen Berlins Premiere. Zehn Tage lang stehen Veranstaltungen mit mehr als 80 Autoren in über 30 verschiedenen Sprachen auf dem Programm. Damit will das neue Literaturfestival erstmals die multilinguale Gegenwartsliteratur Berlins sichtbar und hörbar machen.

Stadtsprachen rückt in Berlin lebende Literaten in den Fokus, die ihre Texte nicht auf Deutsch verfassen: Schriftsteller und Dichter aus aller Welt stellen sich vor, kommen miteinander ins Gespräch und präsentieren ihre literarischen Perspektiven auf die heutige Welt. Innovative und ungewöhnliche Literatur-Formate werden zudem zum interkulturellen Austausch einladen.

„In Berlin werden zurzeit mehr als 120 Sprachen gesprochen, viele internationale Autor*innen haben die Hauptstadt zu ihrem Lebensmittelpunkt gemacht. Das Festival bietet diesen Künstler*innen, die in anderen Ländern mitunter schon längst zu den Stars der Literaturszene gehören, eine Plattform. Uns ist es ein besonderes Anliegen, ein öffentliches Bewusstsein für die Multilingualität der Gegenwartsliteratur in Berlin zu schaffen sowie deren Einfluss auf die nationale Literaturszene und ihre internationalen Verflechtungen und Auswirkungen sichtbar zu machen“, so Martin Jankowski, der das Festival gemeinsam mit anderen Mitgliedern des Netzwerks Freie Literaturszene Berlin e.V. ins Leben gerufen hat.

Die Eröffnungsrede hält die diesjährige Ingeborg-Bachmann-Preisträgerin Sharon Dodua Otoo, gefolgt von einer Lesung des Berliner Altmeisters der serbisch-kroatischen Literatur Bora Ćosić sowie einer Poesieperformance der ungarischen Dichterin Kinga Tóth. Darüber hinaus sind Veranstaltungen geplant mit: Esther Andradi (Argentinien), Steve Mekoudja (Kamerun), Julia Kissina (Ukraine), Alan Mills (Guatemala), Asal Dardan (Iran), Maroula Blades (UK), Iunona Guruli (Georgien), Ricardo Domeneck (Brasilien), Assaf Alassaf (Syrien), Kevin Shih-Hung Chen (Taiwan), Dmitri Dragilew (Lettland), Thế Dṻng (Vietnam), Haukur Már Helgason (Island), Linda Gabriel (Simbabwe), Göksu Kunak (Türkei), John Holten (Irland), Marie-Pascal Hardy (Kanada), Wilfried N’Sondé (Kongo), Cia Rinne (Schweden/Finnland), Ewa Maria Slaska (Polen), Tomomi Adachi (Japan), Jayrôme C. Robinet (Frankreich), Najem Wali (Irak), Andrea Scrima (USA), Tzveta Sofronjewa (Bulgarien), Galina Rymbu (Russland), Rajvinder Singh (Indien) u. v. a.

Stadtsprachen eine Initiative von alba. Lateinamerika lesen e.V., ausland, Berliner Literarische Aktion, KOOK e.V., La mer gelée, Latinale, Lettrétage, mikrotext, SAND und The Reader Berlin und wird gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds.

Weitere Informationen unter www.stadtsprachen.de

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