Positive Halbzeit-Bilanz beim 14. internationalen literaturfestival berlin

Etwa 15.000 Besucher haben in den vergangenen Tagen die Veranstaltungen des internationalen literaturfestival berlin (ilb) [mehr…] im Haus der Berliner Festspiele und an anderen Veranstaltungsorten besucht.

Festivaldirektor Ulrich Schreiber zieht eine positive Bilanz: Zu den Höhepunkten hätten die weltweite Lesung für Edward Snowden und der Auftritt der Bestsellerautorin Jhumpa Lahiri und die Eröffnungsrede des indischen Autors Pankaj Mishra, gehört. „Mishras fulminante Rede über die fragile Homogenität Europas und Amerikas und die asiatische Rezeption des westlichen Weltbildes ist ein Zukunftsstoff und wird noch lange nachhallen.“

Im Fokus des politischen Interesses standen auch die Situation in der Ukraine und die Lage in Syrien. „Das Festival hat bewusst junge Aktivisten vom Maidan eingeladen, um neben der Sicht der Intellektuellen wie Andrej Kurkow auf diesen Konflikt auch anderen Stimmen, Positionen und Visionen eine Bühne zu geben“; so Schreiber.

Zu den Höhepunkten in der Reihe „Kulturen des Vertrauens“ gehörte der Auftritt des senegalesischen Autors Abasse Ndione. Er las vor über 500 Schülern aus seinem Buch Die Piroge (Transit), das von afrikanischen Bootsflüchtlingen erzählt.

Zu Ende geht das Festival an diesem Samstag mit einem Vorgeschmack auf die Frankfurter Buchmesse und das diesjährige Gastland Finnland. Der finnische Avantgardemusiker Jimi Tenor stellt ab 19.30 Uhr im Haus der Berliner Festspiele Literatur seines Heimatlandes vor.

Kommentare (0)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.