Netzwerk der Literaturhäuser veranstaltet „Transnationale“

Vom 20. November bis 16. Dezember veranstaltet das Netzwerk der Literaturhäuser Berlin, Hamburg, Frankfurt, Salzburg, München, Köln und Stuttgart die Reihe Transnationale.

Die großen Migrationsbewegungen des 20. Jahrhunderts, Flucht, Vertreibung, Exil, aber auch selbstgewähltes Nomadentum aus purem Entdeckerdrang haben eine neue Art von Weltliteratur entstehen lassen; Werke, die nicht länger an nationale Kulturkonzepte gebunden sind, sondern sich der Vielheit, dem Fremden und der Durchmischung kultureller Ausdrucks- und Repräsentationsformen widmen. Die sieben in literaturhaeuser.net zusammengeschlossenen Literaturhäuser stellen international renommierte Autoren vor,
die in ihrem Werk den Wechsel der Kultur inhaltlich, politisch und ästhetisch reflektieren.

Was bedeutet der transnationale Status für die Autoren und ihr Schreiben? Wie erfahren sie sich in diesem neuen Raum zwischen den Kulturen? Wieviel kulturelle Identität braucht der Schriftsteller, um sich seine Wirklichkeit literarisch anzueignen? Was heißt es, in einer fremden Sprache zu schreiben? Was gewinnt, was verliert die Sprache?

Assia Djebar, die wohl wichtigste Schriftstellerin des Maghreb, Alberto Manguel, polyglotter Romancier und Essayist, Kader Abdolah, bekannt durch seinen Roman „Die geheime Schrift“, Marjane Satrapi, die erste iranische Comic-Zeichnerin überhaupt, Navid Kermani, Andreï Makine und Bassam Tibi sind nur einige der rund 30 Autorinnen und Autoren, die in der Zeit vom 20.11. – 16.12.03 in den Literaturhäusern auftreten werden.

Die „Transnationale“ wird gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und von ARTE unterstützt.

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