Literaturtest zieht positive Bilanz der 1. future!publish

Zum Abschluss der 1. future!publish zog Mathias Voigt eine positive Bilanz des neuen Kongresses für die Buchbranche [mehr…], der heute Nachmittag zu Ende ging.

Beliebter Veranstaltungsort: die Urania

„Schon jetzt haben wir viel positive Resonanz bekommen“, sagte Voigt am Rande der zweitägigen Veranstaltung in der Urania Berlin. „Wir sind überwältigt: Knapp 300 Besucher haben uns ihr Vertrauen geschenkt und sind zur ersten Ausgabe der future!publish gekommen.“ Veranstalter des Kongresses ist die Berliner Agentur Literaturtest von Mathias Voigt und Roland Große Holtforth in Kooperation mit dem Börsenverein Landesverband Berlin Brandenburg.

Die Teilnehmer kamen aus Verlagen, Universitäten, Internetprojekten und aus dem Buchhandel. „Wir sind froh über die Mischung des Publikums. Dank unserer günstigen Nachwuchstickets haben auch viele Studenten teilgenommen“, freut sich Voigt. „Es waren alle Hierarchien da: Vom Geschäftsführer bis zum Auszubildenden.“

Gestern Mittag hatte Chantal Restivo-Alessi, Chief Digital Officer und Executive Vice President International von Harper Collins, dem zweitgrößte Publikumsverlag der Welt, eröffnet. In ihrer Keynote forderte sie die Verlage zu mehr Mut auf. „Experimentieren Sie! Probieren Sie aus!“ Und sie riet ihren Kollegen, die Kraft der Backlist zu erkennen. Gerade die Digitalisierung biete die Chance, die Backlist in den Fokus zu rücken. Um erfolgreich zu sein, müssten Verlage überall dort in Erscheinung treten, wo Kunden unterwegs sind: in Buchhandlungen, aber auch in Online-Communities. Denkbar seien auch Kooperationen mit anderen Unternehmen. Chantal Restivo-Alessi, die die weltweite Digitalstrategie des Konzerns und sein internationales Programm verantwortet, blickte optimistisch in die Zukunft. Die Buchbranche sei viel zu selbstkritisch, sagte sie. „Sie haben allen Grund selbstbewusster zu sein!“

In den Vorträgen und Workshops ging es vor allem um den Abbau von Grenzen zwischen digitaler und analoger Welt. Das Themenspektrum reichte von der Computerspielebranche über Crowdfunding für Publisher und aktuelle Rechtsfragen rund um das E-Book bis zu innovativen Start-Ups. Für viel Aufmerksamkeit sorgte heute Nachmittag unter anderem Tilman Rammstedt, der mit Tony Stubenrauch, Online-Marketing-Manager bei Hanser, über sein Buch Morgen mehr sprach, das noch bis zum 8. April live im Internet entsteht. Ab Mai werde der Roman ganz „unfuturepublishmäßig“ als gedrucktes Buch in den Buchhandel kommen, so Rammstedt.

Bei so viel positivem Feedback steht für die Veranstalter fest: Auch 2017 wird mit einem Kongress für die Buchbranche beginnen. Die 2. future!publish soll am 26. Und 27. Januar 2017 wieder in Berlin stattfinden.

ml

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