Klaus Harpprecht „Harald Poelchau. Ein Leben im Widerstand“ in Berlin vorgestellt

22. April 2004 hat der Rowohlt Verlag in Berlin in der Französischen Friedrichstadtkirche am Gendarmenmarkt in Kooperation mit der Evangelischen Akademie zu Berlin das neue Buch von Klaus Harpprecht, „Harald Poelchau. Ein Leben im Widerstand“ vorgestellt. Kern der Veranstaltung war die Diskussion zwischen Klaus Harpprecht und Joachim Fest unter der Moderation von Franziska Augstein.
Begrüßungsansprachen kamen von Bischof Wolfgang Huber, Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und Wolfgang Vögele, Direktor der Evangelischen Akademie zu Berlin.

In „Harald Poelchau. Ein Leben im Widerstand“ erzählt Klaus Harpprecht die bewegende Lebensgeschichte des christlichen Widerstandskämpfers Harald Poelchau, der im Jahr 1933 als junger Theologe das Amt des Gefängnispfarrers in der Berliner Haftanstalt Tegel übernahm. Er ahnte nicht, dass er dort in den folgenden zwölf Jahren den mörderischen Charakter des Nationalsozialismus hautnah kennen lernen sollte. Mehr als eintausend zum Tode verurteilte Häftlinge hat er auf ihrem Gang zum Henker begleitet. Doch blieb es nicht bei seelischem Beistand. Unter dem Schutz, den er als Geistlicher genoss, hat Poelchau wagemutig den Widerstand gegen Hitler unterstützt und in Berlin ein Netzwerk aufgebaut, das politisch und rassisch Verfolgten Unterschlupf und Hilfe gewährte. Mit führenden Mitgliedern der Roten Kapelle hielt er engen Kontakt; er selbst gehörte dem Kreisauer Kreis an und war mit Peter Yorck von Wartenburg und Helmuth James von Moltke befreundet.

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