Ines Thorn liest aus „Höllenknecht“

Ines Thorn

Gestern Abend fanden sich in der gemütlichen Buchhandlung Schutt in Frankfurt interessierte Zuhörer ein, um bei einem Glas Wein einigen Passagen aus Ines Thorns Höllenknecht zu lauschen.

In ihrem eben im Rowohlt Taschenbuch-Verlag erschienenen zweiten Frankfurt-Krimi geht es um Funde von Leichenteilen im Jahr 1532. Was steckt dahinter? Kannibalismus möglicherweise? Und das vor der Messe?

Ines Thorn, eine versierte Vorleserin, unterhielt die Gäste nicht nur mit amüsanten und spannenden Ausschnitten aus ihrem zehnten Buch, sondern erläuterte auch Hintergründe der Zeit, in der die Handlung spielt. So war die Halsgerichtsordnung gerade verabschiedet worden, verschiedene Glaubensrichtungen hatten sich schon etabliert, die Frau galt wenig in dieser Zeit.

Die heutige Schwärmerei für das Mittelalter teilt Ines Thorn nur bedingt. Auf die Frage aus dem Publikum, ob sie gern im Mittelalter gelebt hätte, antwortet sie „Ohne Dusche, ohne fließendes Wasser? Mit nur ein, zwei Kleidungsstücken? Ohne richtige Heizung? Nein, das kann ich mir nicht vorstellen!“

Außerdem: Schreiben und Lesen war damals bei Frauen gar nicht gern gesehen.

JF

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