Eventi letterari Monte Verità erfolgreich beendet

Mit einem Auftritt des belgischen Autors Jean-Philippe Toussaint endete gestern die dritte Ausgabe des Literaturfestivals Eventi letterari Monte Verità. Nach vier Tagen mit Vorträgen, Lesungen, Debatten und Performances ziehen die Veranstalter eine positive Bilanz.

„Der Monte Verità ist für ein so hochkarätiges Festival der ideale Ort, steht er doch seit über 100 Jahren für neue und gewagte Ideen“, sagte Eros Bergonzoli, Präsident des Festivals, zum Abschluss. „Die diesjährige Ausgabe war ein künstlerischer Erfolg und begeisterte das Publikum. Wir sind stolz darauf, in einer zunehmend utopiefreien Zeit den Austausch zwischen den Kulturen befeuern zu können.“

Literaturnobelpreisträger Orhan Pamuk eröffnete das Festival am Donnerstagabend und las vor ausverkauftem Saal aus seinem Roman Das Museum der Unschuld. Mit Joachim Sartorius, dem künstlerischen Leiter des Festivals, sprach er über das Spiel mit der Erinnerung, seine Liebe zum europäischen Roman und sein 2012 eröffnetes Museum in Istanbul. In Anlehnung an das Festivalthema „Utopie und Gedächtnis“ bemerkte Pamuk kritisch, dass die Menschheit zwar 100 Tonnen Erinnerung geschaffen habe, aber nur 100 Gramm Utopie.

Der im Rahmen des Festivals verliehene Enrico Filippini Preis ging in diesem Jahr an die Übersetzerin Renata Colorni.

Das Literaturfestival ist Teil der Primavera Locarnese, zu der auch „L’immagine e la parola“ und „Youtopia“ gehören.

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