Deutscher Buchpreis 2006: Jury benennt die Romane für die Longlist

Die Jury des Deutschen Buchpreises 2006 hat eine Vorentscheidung gefällt, wer in die engere Wahl für die Auszeichnung kommt. „Wir haben eine Auswahl getroffen, die sich dem Erwartbaren und Naheliegenden nicht aus falscher Originalitätssucht verschließt und dennoch Mut zum Risiko beweist – und so am Ende den verschiedenen Schreibarten der deutschen Gegenwartsliteratur Rechnung trägt“, erklärt Jury-Sprecher Volker Hage.

Die Jury (v.l.): John von Düffel, Stephan
Samtleben, Volker Hage, Pia Reinacher,
Elmar Krekeler, Denis Scheck und
Terézia Mora

Insgesamt wurden 120 Titel, die zwischen dem 1. Oktober 2005 und dem 12. September 2006 erschienen sind oder noch erscheinen, von den sieben Jurymitgliedern in den letzten fünf Monaten gesichtet. Der Jury für den Deutschen Buchpreis 2006 gehören neben Hage (Der Spiegel) an: John von Düffel (Autor), Elmar Krekeler (Die Welt), Terézia Mora (Autorin), Pia Reinacher (Kritikerin), Stephan Samtleben (Buchhandlung Samtleben) und Denis Scheck (Deutschlandfunk).

Die nominierten Romane (in alphabetischer Reihenfolge):

Ludwig Fels: Reise zum Mittelpunkt des Herzens (Jung und Jung, März 2006)
Daniel Glattauer: Gut gegen Nordwind (Deuticke, August 2006)
Wolf Haas: Das Wetter vor 15 Jahren (Hoffmann und Campe, September 2006)
Katharina Hacker: Die Habenichtse (Suhrkamp, März 2006)
Thomas Hettche: Woraus wir gemacht sind (Kiepenheuer & Witsch, August 2006)
Paulus Hochgatterer: Die Süße des Lebens (Deuticke, August 2006)
Felicitas Hoppe: Johanna (S. Fischer, August 2006)
Thomas Hürlimann: Vierzig Rosen (Ammann Verlag, August 2006)
Martin Kluger: Die Gehilfin (DuMont, März 2006)
Judith Kuckart: Kaiserstraße (DuMont, März 2006)
Sibylle Lewitscharoff: Consummatus (DVA, Februar 2006)
Steffen Popp: Ohrenberg oder der Weg dorthin (kookbooks, März 2006)
Bernd Schroeder: Hau (Hanser, August 2006)
Ingo Schulze: Neue Leben (Berlin Verlag, Oktober 2005)
Peter Stamm: An einem Tag wie diesem (S. Fischer, Juli 2006)
Saša Stanišić: Wie der Soldat das Grammofon repariert (Luchterhand, September 2006)
Heinrich Steinfest: Ein dickes Fell (Piper, Februar 2006)
Ilija Trojanow: Der Weltensammler (Hanser, März 2006)
Martin Walser: Angstblüte (Rowohlt, Juli 2006)
Feridun Zaimoglu: Leyla (Kiepenheuer & Witsch, Februar 2006)
Matthias Zschokke: Maurice mit Huhn (Ammann Verlag, Februar 2006)

Von den Titeln der Longlist benennen die Juroren in einem nächsten Schritt sechs Titel für die Shortlist, die am 12. September 2006 veröffentlicht wird. Erst am Abend der Preisverleihung erfahren die sechs Autoren, an wen von ihnen der Deutsche Buchpreis geht. Der Preisträger erhält ein Preisgeld von 25.000 Euro; die fünf Finalisten erhalten jeweils 2.500 Euro. Mit dem Deutschen Buchpreis 2006 zeichnet der Börsenverein des Deutschen Buchhandels den besten deutschsprachigen Roman des Jahres aus. Partner sind Florian und Gabriele Langenscheidt, der Spiegel-Verlag, die Frankfurter Buchmesse und die Stadt Frankfurt am Main. Die Deutsche Welle unterstützt den Deutschen Buchpreis vor allem bei der Medienarbeit im Ausland. Die Preisverleihung findet am 2. Oktober 2006 zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse im Kaisersaal des Frankfurter Römer statt.

Ab Anfang nächster Woche können die Romananfänge der Kandidaten für den Deutschen Buchpreis über www.literaturport.de (Rubrik Autorentöne) angehört werden. Weitere Informationen stehen unter www.deutscher-buchpreis.de.

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