Das Peter-Huchel-Haus in Wilhelmshorst feiert sein zehnjähriges Bestehen am 6. Oktober

Im Oktober 1997 wurde das Peter-Huchel-Haus in Wilhelmshorst als Gedenkstätte und Literaturhaus eröffnet. Fast 20 Jahre lebte dort Peter Huchel (1903—1981), den Joseph Brodsky neben Gottfried Benn den bedeutendsten deutschen Dichter der Nachkriegszeit nannte. Schon zu Huchels Zeiten war das Haus Treffpunkt von Schriftstellern: Ingeborg Bachmann, Heinrich Böll, Max Frisch, Ludvík Kundera, Günter Kunert und Reiner Kunze zählten zu den Besuchern. Nach seiner Ausreise 1971 überließ Huchel dem Dichter Erich Arendt das Haus, der dort bis zu seinem Tod 1984 wohnte.

In den letzten 10 Jahren haben über 200 Schriftsteller im Peter-Huchel-Haus gelesen und mit ihrem Publikum diskutiert. Zum Jubiläum am 6. Oktober wird nicht nur Bachmann-Preisträger Lutz Seiler lesen, nach gut vierzig Jahren kehrt auch Wolf Biermann zurück in das Haus Peter Huchels, in dem er einst oft zu Gast war: „Manchmal kam ich wöchentlich. Oft blieb ich tagelang und schlief und schrieb unter Huchels Dach in der Dachkammer mit der Klingel von unten in der Küche… Wir waren beide verboten, also brauchte es keinen Mut, einander zu besuchen.“

Informationen unter: www.peter-huchel-haus.de

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