Das Literaturhaus Berlin zeigt die Ausstellung „Obergeschoss still closed – Samuel Beckett in Berlin“ / Das Begleitbuch erscheint im Verlag Matthes & Seitz Berlin

„Obergeschoss still closed“ – Samuel Beckett in Berlin lautet der Titel einer Ausstellung, die am Freitagabend im Literaturhaus Berlin eröffnet wird. Vom Dezember 1936 bis Januar 1937 hielt sich Samuel Beckett aus Hamburg kommend in der Stadt auf. Der dreißigjährige, noch unbekannte irische Autor mietete sich in Berliner Pensionen ein, durchwanderte die Stadt, besuchte ihre großen Museen und Kunstsammlungen, notierte die wichtigsten Eindrücke in seine Tagebücher, schrieb Briefe, lernte Menschen kennen und kommentierte, was er auf den Straßen, in den Restaurants und Cafés der deutschen Reichshauptstadt wahrnahm. Am 22. Januar 1937 reiste er ab nach Halle. Von dort führte ihn seine Deutschlandreise u.a. nach Dresden und München.

Die Ausstellung, die bis zum 10. September in der Fasanenstraße zu sehen ist, zeigt Beckett bei den Vorbereitungen auf diese Reise, zeichnet anhand des täglich geschriebenen Tagebuchs seine Berliner Erlebnisse nach und betrachtet Becketts Ausstellungs- und Museumsbesuche vor dem Hintergrund der NS Kulturpolitik im Deutschland der Jahre 1936/37. „Obergeschoss still closed. Jawohl“, notierte Beckett nach seinem gescheiterten Versuch bis zur oberen Etage des Kronprinzenpalais vorzudringen, in dem damals die Neue Abteilung der Nationalgalerie untergebracht war.
Das Ausstellungsbuch: »Obergeschoss still closed« – Samuel Beckett in Berlin, hg. von Lutz Dittrich, Carola Veit und Ernest Wichner, ist als Band 16 der Texte aus dem Literaturhaus Berlin im Verlag Matthes & Seitz Berlin erschienen.

Informationen unter: http://www.matthes-seitz-berlin.de
http://www.literaturhaus-berlin.de

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