Bundespräsident Köhler eröffnete Festwoche zu 10 Jahre lyrikline.org

Bei der Eröffnung der Festwoche zu 10 Jahre lyrikline.org betonte Bundespräsident Horst Köhler gestern Abend in der Literaturwerkstatt Berlin die gesellschaftliche Bedeutung der Lyrik und würdigte den Beitrag, den lyrikline.org zum weltweiten Austausch im kulturellen und geistigen Leben leistet.

„Warum sind für viele Menschen Gedichte so wichtig – und vorgelesene Gedichte erst recht? Weil Gedichte die dichteste, anspruchvollste und subjektivste Art sind, Sprache zu gestalten, die Welt ins Wort zu fassen, die Existenz zum Ausdruck zu bringen. Gedichte sind kleine Widerstandsnester gegen die riesige Flut an Sprachmüll, der uns täglich aus allen Medien entgegenkommt“, sagte Köhler. Das Gedicht ermögliche „ein Atemholen – vielleicht sogar einen Moment der Wahrheit und der Selbsterkenntnis.“

Heiko Strunk, Projektleiter von lyrikline.org, betonte: „Poesie muss wieder zurück ins zwischenmenschliche und gesellschaftliche Denken und Handeln“. Außerdem sprachen die Dichterinnen Lebogang Mashile (Südafrika) und Monika Rinck (Berlin).

Eine Woche lang feiert nun lyrikline.org die internationale Poesie in 12 Veranstaltungen gemeinsam mit 16 Botschaften und Kulturinstitutionen Berlins. Die Festwoche endet am 31. Oktober im Tape Club mit zehn Dichtern aus neun Ländern. Die Veranstaltung kann man online mitverfolgen unter lyrikline.org blog.

5.500 Gedichte von 600 Autoren lassen sich inzwischen auf lyrikline.org in 50 Sprachen hören und lesen. Partner in 40 Ländern arbeiten für das Projekt, koordiniert und redigiert von der Literaturwerkstatt Berlin.

Informationen und Programm:
www.literaturwerkstatt.org
www.lyrikline.org

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