Stellungnahme zur Terminüberschneidung Leipziger Buchmesse und lit.Cologne

Die Terminüberschneidung Leipziger Buchmesse und lit.COLOGNE ist derzeit ständig Thema in den Medien.

Dazu gibt es heute eine Stellungnahme der lit.COLOGNE:

Aufgrund der Berichterstattung der vergangenen Wochen und der darin enthaltenen verzerrten Aussagen scheint es uns angezeigt, mit einigen Missverständnissen aufzuräumen. Dazu sollten wir zunächst einmal sauber trennen zwischen der Leipziger Buchmesse und Leipzig liest. Ein Vergleich zwischen lit.COLOGNE und der Buchmesse in Gänze ist unsinnig.

Die lit.COLOGNE ist ein internationales Literaturfestival mit 50.000 Besuchern pro Jahr. Bei den annähernd 90 Veranstaltungen handelt es sich um eine sorgsam komponierte Mischung aus Lese-Inszenierungen, komplexen Themenabenden, liebevoll ausgearbeiteten Kinderveranstaltungen sowie ausgefeilten Autorenlesungen. Für beide Veranstaltungen – Leipzig liest“ und „lit.COLOGNE“ – gibt es ein Publikum, sie stören sich weder räumlich noch konzeptionell. Es ist einfach nur erfreulich, dass so viele Menschen im März eines jeden Jahres mit dem „Virus Buch“ infiziert werden. Dies ist auch die Sicht eines überwiegenden Teils der relevanten Verleger der Bundesrepublik. Durch zwei große Ereignisse im gleichen Zeitraum stehen auch zwei wichtige Stationen für eine erfolgreiche Pressearbeit zur Verfügung, eine Sichtweise, die wir hundertfach aus deutschen Verlagen bestätigt bekamen.

Wie kommt es zur direkten Überschneidung?

Es gab nach der ersten lit.COLOGNE im Jahr 2001 ein Treffen zwischen Oliver Zille (Leipziger Buchmesse), Rainer Osnowski und Werner Köhler (beide lit.COLOGNE). Dort wurden die Termine der kommenden Jahre einvernehmlich miteinander abgestimmt, um künftige Terminkollisionen zu vermeiden. Ohne vorherige Kontaktaufnahme hat die Buchmesse Leipzig nun bereits zum zweiten Mal ihren Termin verschoben, sodass es erneut zur absoluten Überschneidung kam. Aber: Die lit.COLOGNE hat keinen Grund zur Klage. Unser Festival wächst, es macht erfreulich viel Arbeit und verbreitet eine sehr gute Stimmung unter den Autoren, Schauspielern, Verlegern, Verlagsrepräsentanten und, nicht zuletzt, den Besuchern.

Der Hörbuch-Konvent Audio Books Cologne (ABC)
2005 richtet die Kölnmesse – ein Sponsorpartner der lit.COLOGNE von Beginn an – erstmals die Audio Books Cologne aus, eine spannende Plattform für das boomende Hörbuch. Die lit.COLOGNE begleitet dieses Engagement beratend und ist sicher, dass es sich für die teilnehmenden Aussteller auszahlen wird, auf der ABC präsent zu sein. Jede Maßnahme, die es schafft, Bücher und begleitende Medien ins Bewusstsein der Bevölkerung zu bringen, erfährt unsere Unterstützung! Es war folgerichtig, einem solch erfolgreichen Ereignis wie der lit.COLOGNE, auf der zudem auch seit drei Jahren der vom WDR initiierte Deutsche Hörbuch Preis verliehen wird, eine publikumsstarke Werkschau mit einem weiteren vielfältigen Rahmenprogramm anzugliedern.

Die Tatsache, dass die Ausstellerfläche der ABC gleich im ersten Jahr komplett ausgebucht ist, zeigt, dass es offensichtlich einen großen Bedarf gibt, sich auf einem solchen Konvent einmal konzentriert um dieses prestigeträchtige Buchsegment zu kümmern. Die Nähe zur lit.COLOGNE garantiert natürlich allen Beteiligten eine besondere Aufmerksamkeit des Publikums und der Medien. Wie aus den Kreisen der Koelnmesse zu erfahren ist, wird die Hörbuchmesse aufgrund des großen Erfolgs im Jahr 2006 in größere Räume umziehen. Derzeit arbeiten wir an Konzepten, wie die Problematik der Überschneidung der Buchmesse Leipzig und der Hörbuchmesse Audio Books Cologne im Sinne aller Beteiligter gelöst werden kann.

Und nun?
Seit Jahren schon wünscht sich die Buchbranche einen großen Auftritt für das Buch im Frühjahr. Die lit.COLOGNE hat ein Ausrufezeichen gesetzt und gezeigt, wie mit kreativem Handeln neue Impulse gegeben werden können. Dieses positive Signal in schwierigen Zeiten sollte doch eher im Blickpunkt des Interesse stehen als ein Jammern darüber, dass es mehrere buchbezogene Events im gleichen Zeitraum gibt.

Dr. Edmund Labonté, Werner Köhler, Rainer Osnowski
– Geschäftsführung lit.COLOGNE –

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