Korea, Gastland der Frankfurter Buchmesse 2005, beginnt sein Veranstaltungsprogramm mit Lesereise

Korea, Gastland der diesjährigen Frankfurter Buchmesse, hat sich für das Jahr 2005 einiges vorgenommen: Neben dem umfangreichen Ausstellungs- und Veranstaltungsprogramm im Rahmen der Frankfurter Buchmesse wird es in diesem Jahr die bislang größte Lesereise koreanischer Autoren in Deutschland geben.

Den Auftakt zur LiteraTOUR, an der insgesamt 62 koreanische Autoren teilnehmen, bildet die Leipziger Buchmesse. Die ersten Lesungen wurden bereits in Dresden, Jena und Weimar veranstaltet. Nächsten Monat wird es Lesungen in Bonn, Köln und Düsseldorf geben, im Mai steht der Norden Deutschlands u.a. mit Hamburg auf dem Programm, im Juni der Süden u.a. mit München und im September Berlin. Den Abschluss und Höhepunkt der koreanischen Lesereise bildet die Frankfurter Buchmesse mit zahlreichen Lesungen auf dem Messegelände, im Literaturhaus und anderen Veranstaltungsorten in und um Frankfurt. Hwang Chi-Woo, Generaldirektor des koreanischen Organisationskomitees (KOGAF): „Wir möchten, dass die koreanische Literatur in Deutschland und auf der ganzen Welt mit Muße aufgenommen wird und damit den Anfang eines Diskurses zwischen den unterschiedlichen Kulturen eröffnet“.

Die ersten Veranstaltungen in Dresden, Jena und Weimar stießen beim lesebegeisterten Publikum trotz des noch in Deutschland und Europa als exotisch bewerteten Themas auf großes Interesse. So lasen und diskutierten unter dem Motto „Das Erbe des Krieges“ und „Hologramm der Jugend“ etablierte und junge koreanische Autoren wie Yi Munyol, Lee Hochol, Jo Kyun Ran oder Kim Young-ha. Die Dichter-Elite Koreas mit Vertretern wie Ko Un oder Shin Kyongnim zogen in Schillers Gartenhaus in Jena ein lyrikbegeistertes Publikum in ihren Bann. Insgesamt sind derzeit 16 koreanische Autoren – zehn Romanautoren und sechs Lyriker – auf Lesetour in Deutschland.

Mit dem breit angelegten Veranstaltungsprogramm, das einer „Kulturolympiade“ gleichkommen soll, erhofft sich die koreanische Regierung und Bevölkerung Koreas auch auf nationaler Ebene eine Imageverbesserung sowie eine Belebung des koreanischen Buchmarktes.

Kim Uchang, Präsident der KOGAF, bedauerte in seiner Ansprache während der Auftaktpressekonferenz sehr, dass es bisher kaum Gelegenheiten gegeben habe, Europa mit der koreanischen Literatur vertraut zu machen. Jedoch könne man durch die gegenwärtig geplanten Gastlandveranstaltungen im Rahmen der Frankfurter Buchmesse die 5.000jährige Geschichte der Literatur Koreas mit Stolz präsentieren und darüber hinaus eine Brücke schlagen, die dem kulturellen Austausch und der Verständigung zwischen Korea und Europa dienen solle.

Korea wird sich in diesem Jahr mit einem umfangreichen und facettenreichen Kulturprogramm dem deutschen Publikum präsentieren. Neben der modernen koreanischen Literatur, die den Schwerpunkt der Gastlandpräsentation bildet – mehr als 100 Lesungen sind in Planung – wird es zahlreiche Konzerte, Theateraufführungen und Tanzveranstaltungen sowie ein Musical geben. Der Fokus aller Veranstaltungen liegt dabei stark auf den zeitgenössischen Entwicklungen, die durch die Einbindung einzelner traditioneller Kunstgattungen auf interessante Weise flankiert werden.

Weitere Infos: Pressebüro KOGAF / WBCO GmbH, Silvia Lenz, Krögerstraße 2, 60313 Frankfurt am Main, Tel.: 069/13 38 80-37, Fax: -33, E-Mail: s.lenz@wbco.de

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