Ja, BuchMarkt-Voting zum Messestandort wurde manipuliert

Was vorhin noch Verdacht war, hat sich bestätigt: Unser eigentlich sicheres Abstimm-Tool kann, wenn jemand Zeit und Energie und einige Kenntnisse mitbringt, manipuliert werden. Wir haben eben selbst das Abstimmverhalten testweise ein wenig zu München zurückkorrigiert.

Denn das ist derzeit ein Politikum ersten Ranges, und Gegner und Befürworter sind sich ernsthaft in die Haare geraten. Klar, dass wir in unserem Voting (seit Montag) darüber abstimmen ließen, wie denn die Präferenzen tatsächlich sind. Bis heute morgen freuten wir uns an einer regen Beteiligung – insgesamt 420 Personen gaben (anonym) ihre Stimme ab – und zwar keineswegs pro Frankfurt. Im Gegenteil: München lag ganz klar vorn.

Und dann passierte es: In kurzer Zeit bis zum Mittag kamen an die 600 Stimmen hinzu – und auf einmal erfolgte eine so eindeutige Favorisierung des bisherigen Standortes Frankfurt, dass wir uns die Augen rieben. Ein solches Abstimmverhalten ist derartig einmalig (und entzündet sich an einem Politikum, bei dem es um handfeste wirtschaftliche Interessen geht), dass man den Eindruck haben kann, dass unser Voting gehighjackt wurde, um Frankfurt in der Diskussion wieder nach vorn zu bringen. Fragt sich nur, wer ein Interesse daran haben kann, derart „Stimmung“ zu machen…

Was aber nach unserer ersten „Manipulationsmeldung“ passierte, hat uns schier den Atem verschlagen. Aufgeschreckt von diesem – die Meinung der Branche wohl nicht repräsentativ wiedergebenden Pro-Frankfurt-Ergebnis – ging die Abstimmung in eine neue Runde – und bis zum frühen Abend war der „Ausgleich“ wieder hergestellt: Wie seit Montag Usus, bahnte sich die Meinung, Frankfurt nicht kritiklos als einzigmöglichen Standort der weltgrößten Buchmesse stehenzulssen – koste es, was es wolle – wieder ihren Weg. Das jetzige Ergebnis – knapp 60% sind für eine Abwägung des Standorts – deckt sich mit dem, was dieses Abstimmungstool seit Anfang dieser Woche als Branchenmeinung bekannt gab und korrigiert den kurzfristigen „Ausreißer“ vom Mittag glaubhaft.

Wir versprechen, mit unseren Programmierern zu reden, um es künftig „Stimmungsmachern“ ein wenig schwerer zu machen…

Kommentare (0)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.