Internationale Buchmesse in Warschau beendet / Deutscher Gemeinschaftsstand mit 48 Verlagen

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Internationale Buchmesse in Warschau beendet / Deutscher Gemeinschaftsstand mit 48 Verlagen

„Business as usual“ und generelle Zufriedenheit mit den Buchverkäufen seitens der Aussteller zeichneten die gestern zu Ende gegangene Warschauer Buchmesse aus. Vom 17. bis 20. Mai hatten im Warschauer Kulturpalast 700 Aussteller aus 30 Ländern ihre Bücher und Medien angeboten und verkauft. Rund 45.000 Besucher waren auf die Buchmesse gekommen, schätzte der Veranstalter Ars Polona bei Messeende.

Im vergangenen Jahr war Deutschland Ehrengast der Messe gewesen. Den Auftritt hatte die Frankfurter Buchmesse organisiert. Auch dieses Jahr wurde die deutsche Beteiligung von der Frankfurter Buchmesse gestaltet und versammelte 48 Verlage und zwei Buchausstellungen auf einer Fläche von 80 Quadratmetern, unterstützt vom Auswärtigen Amt. Rund 20 Mitarbeiter der ausstellenden Verlage reisten nach Warschau. Am Stand arbeitete auch die Buchhandlung Co-Liber und verkaufte deutsche Bücher an das Publikum.

Sehr gut besucht waren die Autorenlesungen, die die Frankfurter Buchmesse in Partnerschaft mit der S. Fischer Stiftung und dem Goethe-Institut organisiert hatten. Es lasen und diskutierten Saša Stanišić, Emine Sevgi Özdamar, Christoph Ransmayr und Jürg Schubiger. Ein von der Frankfurter Buchmesse gemeinsam mit der polnischen Buchkammer und der polnischen Buchhändlerkammer vorbereitetes Seminar für Buchhändler mit dem deutschen Referenten Günter Strempel rief beim Fachpublikum großes Interesse hervor.

Die Erwartungen an das diesjährige Gastland, die Ukraine, waren hoch. Der Auftritt war vom staatlichen Komitee für Fernsehen, Radio und Druckwesen organisiert worden. Nur wenige Verleger waren der Aufforderung des Komitees gefolgt und auf eigene Kosten nach Warschau gereist. Auch der Verlegerverband der Ukraine war der Messe ferngeblieben. Die wichtigsten Protagonisten der ukrainischen Literatur mit Juri Andruchowytsch an der Spitze waren auf Einladung polnischer Verlage nach Warschau gekommen.

Ein Skandal brachte die Buchmesse breit in Presse und Fernsehen, als der verurteilte Auschwitz-Leugner David Irving auf der Buchmesse erschien und vom Direktor des Messeveranstalters Ars Polona kurzerhand Hausverbot erhielt [mehr…]. Der Stand des britischen Verlags, der ihn dorthin eingeladen hatte, wurde geschlossen.

Die nächste Warschauer Internationale Buchmesse findet vom 22. bis 25. Mai 2008 statt, als Ehrengast ist Israel im Gespräch.

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