Gesellschaft für bedrohte Völker verurteilt Haft von Literaturprofessor Guo Quan aus Nanjing

Anlässlich einer Veranstaltung der Heirich Böll Stiftung, auf der sie ihr Buch Wie China debattiert – neue Essays und Bilder aus China vorgestellt hat, hat der Asienreferent der Gesellschaft für bedrohte Völker, Ulrich Delius erneut die Verurteilung des ehemaligen Literaturprofessor Guo Quan aus China zu zehn jahren Haft verurteilt.

Der Dozent aus Nanjing, der chinesischen Partnerstadt von Göttingen, Leipzig und weiterer deutscher Städte, wurde am 20. Oktober zu zehn Jahre Gefängnis verurteilt, berichtet die Gesellschaft für bedrohte Völker. Der Grund: Er engagiert sich für die Demokratisierung Chinas.

Delius kritisierte den nun bekannt gewordenen Schuldspruch vom vergangenen Freitag als Unrechtsurteil, da Guo Quan nur von seinen verfassungsmäßigen Rechten in China Gebrauch gemacht habe, heißt es in einem Bericht von der Veranstaltung auf der Homepage der GfbV. „Guo Quans einziges Verbrechen ist es gewesen, sich in Petitionen und Offenen Briefen für eine Demokratisierung des Staatssystems einzusetzen“, erklärte Delius in Göttingen. „Seine Verurteilung wegen „Untergrabung der Staatsgewalt“ verletzt sowohl chinesisches Recht als auch internationale Rechtsnormen.“

Das Buch ist nur bei der Heinrich-Böll-Stiftung zu beziehen und nicht im VLB.

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