400.000 Besucher bei der Buchmesse in Taipei / Am deutschen Gemeinschaftsstand waren vor allem Kinderbücher gefragt

„Meeting with Asian Publishers“ lautete das Motto der 15. Taipei International Book Exhibition TIBE, die am vergangenen Sonntag nach sechs Messetagen zu Ende ging. Auf einer Ausstellungsfläche von rund 36.500 Quadratmetern präsentierten 341 taiwanesische sowie 358 internationale Verlage aus 40 Ländern ihre Produkte.

Verlage vom chinesischen Festland waren nicht als Aussteller vertreten, reisten aber zu Kooperationsgesprächen an. Insgesamt 400.000 Besucher kamen zur TIBE, die sich auf drei Messehallen verteilte: Halle 1 war den internationalen und allgemeinen Verlagen gewidmet, Halle 2 den Kinderbuchverlagen und Halle 3 den in Asien sehr beliebten Comics und Manga.

Um das internationale Lizenzgeschäft noch effizienter zu fördern, hatte der Organisator der Messe – die Taipei Book Fair Foundation – zwei Rechtekataloge herausgegeben, von denen einer Titel des diesjährigen Gastlands Russland beinhaltete, der zweite Titel aus den südostasiatischen Ländern Malaysia, Singapur, Thailand und den Philippinen. Alle Titel des Katalogs wurden in englischer, chinesischer, koreanischer und japanischer Sprache vorgestellt. „Wir wünschen uns, dass sich die TIBE in Zukunft zur zentralen Buchmesse für den südostasiatischen Buchmarkt entwickelt“, sagte Linden Lin, seit 2007 der neue Direktor der Messe.

Die Frankfurter Buchmesse war auf der TIBE mit einem deutschen Gemeinschaftsstand vertreten, der vom Auswärtigen Amt finanziert wurde. Hier präsentierten 200 Verlage rund 550 Titel. Die meisten Lizenzanfragen am Stand bezogen sich nach Angaben der Frankfurter Buchmesse auf die deutschen Kinderbücher.

Als Kooperationspartner war auch das Deutsche Kulturzentrum Taipei am deutschen Gemeinschaftstand präsent: Es stellte sein Übersetzungsförderungsprogramm vor und präsentierte eine Ausstellung des Malers Günther Uecker. Außerdem produzierte der deutsche Künstler Guido Häfner am Stand „Kunst zum Anfassen“: Auf seiner alten Abziehpresse nach Art Gutenbergs druckte er für Besucher ein Plakat, das er für die TIBE extra kreiert hatte.

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