Bilder des Künstlers Chen Jianghong sind ab heute bei LesArt in Berlin zu sehen

Verleger Markus Weber und Marcus
Osterwalder (v. l.)

Gestern Abend wurde eine Ausstellung mit Illustrationen und Malerei des Künstlers Chen Jianghong im Berliner Zentrum für Kinder- und Jugendliteratur LesArt eröffnet.

Sabine Mähne von LesArt und Marcus Osterwalder vom französischen Verlag l’école des loisirs begrüßten die zahlreichen Gäste. Begeistert erzählte Osterwalder wie er Chen Jianghong vor rund 15 Jahren als Illustrator entdeckte. Zuvor hatte der Künstler, der 1963 in China geboren wurde und seit 1987 in Paris lebt, sich bereits einen Namen als Maler gemacht.

Spätestens seit er vor drei Jahren für sein Buch „Han Gan und das Wunderpferd“ mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet wurde, ist Chen Jianghong auch hierzulande als ein außergewöhnlicher Illustrator bekannt. In seinen Büchern, die auf Deutsch im Moritz Verlag erscheinen, nimmt der vielfach ausgezeichnete Künstler alte chinesische Themen und Maltechniken auf und erzählt damit moderne Geschichten. Auch einige seine freien Arbeiten sind in Berlin zu sehen – großformatige, kalligrafisch anmutende Gemälde, die ebenfalls die Begegnung fernöstlicher Bildtraditionen mit Erscheinungsformen der zeitgenössischen westlichen Kunst widerspiegeln.

Künstler Chen Jianghong
beim Signieren

Das Publikum war begeistert von der wunderschönen Ausstellung und kaum jemand verließ LesArt ohne ein Buch. Noch lange musste Chen Jianghong signieren. Dabei wurde er nicht müde, jedem eine ganz persönliche Erinnerung ins Buch zu malen.

Gestern Vormittag hatten bereits 30 Kinder an einem Workshop unter dem Titel „Ich sehe was, was du nicht siehst“ teilgenommen. Überhaupt hat LesArt für die Dauer der Ausstellung ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm vorbereitet. Neben genauem Schauen und Erzählen lernen die Kinder dabei die Bedeutung einiger chinesischer Schriftzeichen kennen und können auch selbst aktiv werden und Bilder gestalten.

Zur Ausstellung, die zuvor schon im Bilderbuchmuseum Burg Wissem in Troisdorf und im Museum Haus Löwenberg in Gegenbach zu sehen war, ist ein reich bebilderter Katalog mit Texten von Andreas Platthaus, Hans ten Doornkaat und Maria Linsmann erschienen (ISBN 978-3-9809301-5-1).

„Chen befriedigt die Schaulust, die auch im Erwachsenen immer wieder Neugier auf eigentlich als Kinderbücher ausgewiesene Werke weckt, aufs Schönste“, schreibt Platthaus. Ein Besuch der Ausstelllung sei also Jung und Alt empfohlen. Bei LesArt ist sie noch bis zum 19. Oktober (Mo-Fr von 13:00 bis 17:00 Uhr) zu Gast. Danach wandert sie ins Museum im Schloss Bad Pyrmont (November 2008 – Januar 2009).

ML

www.lesart.org

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