Alban Nikolai Herbst: Gesang im Literaturforum

Alban Nikolai Herbst

Gestern Abend erlebte das Hessische Literaturforum in der dritten Etage des Mousonturms in Frankfurt eine Premiere: Alban Nikolai Herbst las zum ersten Mal seinen Gesang Aeolia. Stromboli.

Der wortgewaltige, rhythmische Text, ein Spiel mit unterschiedlichen Versformen, ist in den Jahren 2006 bis 2007 entstanden und kündet von einem Aufenthalt auf der Vulkaninsel und mystischen Begebenheiten. Da ist von einer stürmischen Schiffsfahrt und der Ankunft auf der kleinen Insel die Rede, von tausend Eidechsenverstecken, duftenden Pflanzen, abergläubischen Einwohnern.

Eine junge Frau, Aeolia, lockt einen Touristen zum Krater. Am nächsten Tag ist der Mann verschwunden. Hat er sich – wie Empedokles in den Ätna – in den Stromboli gestürzt? Kehrt diese Geschichte alljährlich wieder? Ist es ein rituelles Opfer?

Am Ende besteigt der Sänger und Chronist das Boot, um von der Insel und ihren Mythen zu erzählen.
Alban Nikolai Herbst selbst hat Stromboli zweimal besucht, beschreibt die Landschaft so dicht, dass man das Meer – einmal stürmisch, einmal sanft – und die südliche Luft mit ihrer Vielfalt unterschiedlichster Düfte zu spüren und zu riechen glaubt.

Das Buch ist in der Edition Jesse in einer limitierten Auflage von 333 Exemplaren erschienen und mit zahlreichen Zeichnungen und Bildern von Harald R. Gratz illustriert.

Der Autor hält am 26., 27. und 28. Februar unter dem Titel Schule des Schreibens – Dichtung und Internet? Seminare im Hessischen Literaturforum.

JF

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