3. Fechenheimer Literaturfestival

Organisatoren Elke Dippel und Jasmin Ehrlich

Im Vergleich zum Vorjahr [mehr…] konnte sich das 3. Literaturfestival im Frankfurter Stadtteil Fechenheim noch einmal vergrößern: Mehr als 60 Autoren lasen gestern an 15 Veranstaltungsorten. Zudem hatten die Organisatoren Elke Dippel und Jasmin Ehrlich das Konzept geändert.

„Wir wollten eine bessere Mischung anbieten. Deshalb haben wir an allen Orten Musiker mit ins Programm genommen, damit sollte es für die Besucher mehr Abwechslung geben“, erklärt Elke Dippel.

Das Festival wurde um 13 Uhr in der Café Lounge Jasmin eröffnet. Plakate und ein extra vorbereiteter Flyer listeten alle Locations und mit kleinen Symbolen die jeweiligen Genres – Lyrik, Krimi, Horror, Kinderbuch, Romantik, Fantasy, Belletristik und Jugendbuch – auf, damit konnte sich jeder Besucher seine Favoriten aussuchen und von einem Ort zum nächsten laufen – alle waren nicht weit entfernt voneinander.

„Der Eintritt war auch in diesem Jahr überall frei, darauf legen wir Wert“, unterstreicht Dippel. Dennoch seien Spenden willkommen, alle Autoren und alle Musiker treten ohne Honorar auf. Und manche hatten eine weite Anreise, beispielsweise Dorothee Sargon; die Autorin war extra aus Spanien nach Fechenheim gekommen.

„Es ist toll, wie schnell die Autoren auf unsere Einladung reagiert haben. Die ersten haben sich bereits für das nächste Jahr angemeldet“, erzählt Dippel. Etwa 60 Prozent waren bereits bei den Vorgängerfestivals dabei, 40 Prozent sind neu hinzugekommen. Auch die Fechenheimer Bürger schätzen die privaten Anstrengungen der Organisatorin hoch ein: „Endlich mal ist etwas los hier“, wird das Engagement gelobt.

Marc Rybicki, der unter diesem Namen Kinderbücher schreibt und unter dem Pseudonym Martin Olden Krimis veröffentlicht, war bereits zum Auftakt 2012 und auch zur Veranstaltung 2013 hier. „Ich habe auf dem ersten Festival meinen Verleger kennengelernt“, berichtet er.
Er habe sich in diesem Jahr beim Vorlesen in der Kindertagesstätte Sankt Hildegard wohl und willkommen gefühlt, selbst wenn die Zahl der Besucher am frühen Nachmittag und bei sonnigem Wetter überschaubar war.

An anderen Orten dagegen drängten sich die Menschen, nutzten den Event zu Gesprächen mit den Vortragenden und untereinander.

Das Festival ist eine gute Sache für den Stadtteil. Außerdem hilft es bei der Förderung von Nachwuchsautoren und -musikern, eine Aufgabe, der sich Elke Dippel und ihre Unterstützer von Anfang verschrieben haben. „Einige der Nachwuchskünstler haben inzwischen den Durchbruch geschafft“, können Dippel und Ehrlich stolz berichten.

Elke Dippel hat auch schon Pläne für die vierte Auflage des Events: „Wir werden maximal 40 Autoren einladen. Die allerdings werden mehrfach an verschiedenen Orten lesen“, sagt sie. Es war doch sehr anstrengend, alles im Blick zu behalten, auszubalancieren und zu organisieren, die Teilnehmer unter einen Hut zu bringen, eine gute Mischung für alle Locations zu finden.
Gelungen ist ihr das auch bei der dritten Auflage des Festivals, das bestätigen die begeisterten Besucher.

JF

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