2. Buchgassenfest in Frankfurt

Claus-Peter Leonhardt

Zum zweiten Mal findet im Lebenshaus St. Leonhard der Caritas in der Buchgasse 1 in Frankfurt am Main vom 2. bis zum 15. November das Buchgassenfest statt.

Eine kleine Buchmesse mit Verlagen aus Frankfurt und Umgebung sowie Autorenlesungen am 8. und 9. November begleiten das Fest.

„Die Idee hatte ich schon vor über zehn Jahren“, erläutert Organisator Claus-Peter Leonhardt, seit Anfang 2012 Vorsitzender der Literaturgesellschaft Hessen (LIT). Der gebürtige Frankfurter und ehemalige SOFA-Buchhändler in Fulda, der 2011 den kleinen Frankfurter Verlag The Global Village gründete, hatte für das erste Buchgassenfest unmittelbar nach der Frankfurter Buchmesse im Oktober 2012 eine Schrift-Skulptur ausgestellt. „Sie befasst sich damit, warum eine Schriftkultur keine Theorie der Schrift kennt. Warum gibt es rechtslaufende, linkslaufende oder vertikale Schriften? Welchen Einfluss haben sie auf Gehirn und Denken? Das wollte ich mit der Skulptur zeigen“, erläutert Leonhardt.

Das Vorjahresprogramm war ambitioniert; an jedem Abend des einwöchigen Buchgassenfestes lasen zwei Autoren.

In diesem Jahr wurde das Fest am 2. November mit einem Blick in die Geschichte eröffnet: Leonhardt entführte seine Gäste ins Jahr 1480, als Verleger und Buchhändler an dieser Stelle, damals als Kornmarkt bezeichnet, ihren Handelsplatz errichteten. Erst im 17. Jahrhundert bekam ein Abschnitt des Kornmarkts den Namen Buchgasse. Seit 2008 erinnert das Buchdenkmal von Franz Mon an die historische Bedeutung der Gasse.

Am Freitag Abend lasen Sylvia Engelmann, Ralf Schwob und Alexander Pfeiffer, am Samstag Nachmittag stehen Frankfurter Kindergeschichten auf dem Programm. Anschließend serviert Annette Sievers, Peter Meyer Verlag, Wein und Häppchen und präsentiert den neuen Frankfurt-Führer.

Für den Abend sind Autorenlesungen mit Andreas Maier, Levend Seyhan und Barbara Zeisinger angekündigt.

Im Turmzimmer kann man sich an allen Tagen über das Programm von The Global Village, Peter Meyer Verlag, Größenwahn Verlag, Cocon Verlag, Societäts Verlag und Suhrkamp informieren und in den ausgestellten Büchern schmökern.

Einige Ideen hat Claus-Peter Leonhardt auch schon für das nächste Fest: Ein Zelt ähnlich wie zu Beginn der Geschichte der Frankfurter Buchmesse im 15. Jahrhundert möchte er aufstellen und einen Vierspänner auffahren lassen. Voraussetzung: Alles muss finanzierbar sein.

JF

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