19.000 Besucher bei der 5. Münchner Bücherschau junior in neuen Räumlichkeiten

Leseförderung im Münchner Stadtmuseum

Die diesjährige Bücherschau junior, die bis zum 3. April lief, fand erstmals im Münchner Stadtmuseum statt und verfügte so über mehr Platz, um die rund 5.000 Bücher und Kindermedien zu präsentieren. 19.000 Besucher konnte man zu den verschiedensten Veranstaltungen locken, heißt es in der Abschlussmeldung der Veranstalter.

Nicht nur die Organisatoren, sondern auch die zahlreichen Besucher seien von den neuen Räumlichkeiten begeistert gewesen. Wie jedes Jahr war auch diesmal das vormittägliche Kindergarten-, Hortgruppen- und Schulklassenprogramm mit 17 Veranstaltungen komplett ausgebucht. Besonderen Zuspruch fanden die beiden Lesungen der Illustratorin und Autorin Ute Krause. Die Münchner Autorin Franziska Gehm, die Dritt- und Viertklässlern aus ihrem Buch »Familie Pompadauz – Das pupsende Hängebauchschwein« vorlas, erklärte: »Ich hatte ja am Dienstag meine beiden Lesungen und muss sagen, dass ich es richtig gut fand und sowohl von den Räumlichkeiten als auch den Kindern und der Organisation begeistert war.«

Ausverkauft auch die Lesung mit Gudrun Mebs und Prof. Dr. Harald Lesch, die aus ihrem Buch »Erzähl mir was vom Himmel und der Erde« lasen und Fragen der jungen an Astronomie Interessierten beantworteten. Ebenso war bei den Veranstaltungen mit Fredrik Vahle oder Joachim Masannek kein Platz mehr frei. Über starken Zuspruch konnten sich die Autoren und Organisatoren der Exkursionen an Buchorte wie die Buchhandlung Lehmkuhl, den Verlag arsEdition oder das Atelier von Erhard Dietl oder des Naturerlebnis-Spaziergangs im Englischen Garten mit der Försterliesl zum Thema »Naturwerkstatt Wald« freuen.

Lebhaft ging es bei den diversen Werkstätten zu. An den Nachmittagen und an den Wochenenden konnten Kinder zusammen mit dem Team von Kultur & Spielraum e.V. in wechselnden Werkstätten buchkünstlerische und handwerkliche Techniken wie Druck- und Buchbindeverfahren ausprobieren, nachdem die jungen Kreativen ihre selbst erfundenen Geschichten in Wort und Bild zu Papier gebracht hatten. Oder beim Blog von pomki.de mitschreiben, ein Hörspiel oder beim Filmworkshop von Dorling Kindersley eine eigene Büchersendung fürs Fernsehen entwickeln.

Die ausgestellten Computerspiele wurden von einigen Eltern mitunter kritisch beäugt, so die Beobachtung der Veranstalter. Dr. Klaus Beckschulte, Geschäftsführer des Landesverbandes Bayern des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, meint dazu: »Der Computer ist nicht der Tod des Buches. Es wird immer ein Nebeneinander von Medien geben. Aber das Buch hat als Medium unschlagbare Vorteile: Es ist strandkorbfähig, braucht keinen Akku und kann auch mal nass werden.« Außerdem trug die Münchner Bücherschau junior mit dem Seminar für Erzieher und Lehrer »Mitspielen oder verbieten? Digitale Spiele als Bestandteil des Alltags junger Menschen« diesem Thema Rechnung.

Nun bereitet man sich auf die Münchner Bücherschau vor, die vom 10. bis 27. November im Gasteig stattfinden wird.

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