Dotiert mit 15.000 Euro Ulrich Woelk erhält den Alfred-Döblin-Preis

Der Schriftsteller Ulrich Woelk erhält den Alfred-Döblin-Preis 2019. Der Preisträger wurde unter sechs Autorinnen und Autoren ausgewählt, die sich am heutigen Samstag in Werkstatt-Lesungen im Literarischen Colloquium Berlin der Diskussion stellten.

Die Preisverleihung  findet morgen um 11 Uhr die in der Akademie der Künste, Pariser Platz 4, statt. Neben der Lesung aus dem prämierten Manuskript mit dem Arbeitstitel „Für ein Leben“ und einem Gespräch mit dem Preisträger wird die letzte Preisträgerin María Cecilia Barbetta eine Rede auf Alfred Döblin halten. Die weiteren Nominierten waren Mirko Bonné, Svenja Leiber, Isabella Sträub, Kai Wieland und Iris Wolff.

Ihre Entscheidung begründete die Jury, bestehend aus Natascha Freundel, Cornelia Geißler und Jörg Magenau, wie folgt: „Der Alfred-Döblin-Preis 2019 geht an den Berliner Schriftsteller Ulrich Woelk. Sein Romanprojekt ‚Für ein Leben’ erzählt am Beispiel zweier Frauen aus unterschiedlichen sozialen Milieus rund ein halbes Jahrhundert Berliner und europäischer Geschichte. Detailgenau, lebensnah, tragisch und komisch geht Ulrich Woelk den großen Fragen des Lebens nach: Liebe und Tod.“

Ulrich Woelk, 1960 in Bonn geboren und in Köln aufgewachsen, promovierte 1991 in Physik. Von 1988 bis 1995 arbeitete er als Astrophysiker an der Technischen Universität Berlin. Sein erster Roman, Freigang, erschien 1990 im S. Fischer Verlag und wurde mit dem aspekte-Literaturpreis ausgezeichnet. Sein erstes Theaterstück, Tod Liebe Verklärung, erschien 1992 und wurde 1993 am Schauspielhaus Köln uraufgeführt. Seit 1995 lebt Ulrich Woelk als freier Schriftsteller und Dramatiker in Berlin. Sein Werk wurde in viele Sprachen übersetzt und umfasst neben Romanen zahlreiche Theaterstücke, Hörspiele, Reportagen und Essays. 2005 erhielt Woelk den Thomas-Valentin-Literaturpreis.

Der von Günter Grass gestiftete und gemeinsam von der Akademie der Künste und dem Literarischen Colloquium Berlin ausgerichtete Alfred-Döblin-Preis wird in diesem Jahr zum 22.Mal verliehen. Der Preis ist mit 15.000 Euro dotiert und wird im Sinne des Stifters für ein längeres, noch unabgeschlossenes Prosamanuskript vergeben.

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