Seit 27 Jahren Buchmesse-Tradition: Der Abend für die Übersetzer Übersetzerpreise der Heinrich Maria Ledig-Rowohlt-Stiftung gehen in diesem Jahr an Brigitte Jakobeit, Gabriele Leupold und Kurt Steinmann

Zum 27. Mal verleiht die Heinrich Maria Ledig-Rowohlt-Stiftung während der kommenden Frankfurter Buchmesse 2018 wieder ihre Übersetzerpreise. Ausgezeichnet werden herausragende Leistungen auf dem Gebiet der literarischen Übersetzung:

Mit dem Heinrich Maria Ledig-Rowohlt-Preis (€ 15.000) wird dieses Jahr Brigitte Jakobeit für ihre Übersetzungen aus dem Englischen ausgezeichnet. Sie ist eine außergewöhnlich vielseitig begabte und variable Übersetzerin, die so grundverschiedenen Autoren wie Thornton Wilder, William Trevor, Patty Smith, Christopher Isherwood oder Lorrie Moore Stimme verliehen hat. Besonders hervorzuheben sind auch ihre Leistungen im Bereich der Kinder- und Jugendliteratur und des erzählenden Sachbuchs.

Gabriele Leupold erhält den Jane Scatcherd-Preis (€ 10.000) insbesondere für ihre Übertragungen der Werke von Warlam Schalamow sowie ihre außergewöhnlich kreative, kluge und poetische Übersetzung von Andrej Platonows Meisterwerk Die Baugrube. Sie hat den deutschsprachigen Lesern diese Werke als Weltliteratur des 20. Jahrhunderts zugänglich gemacht.

Der Paul Scheerbart-Preis (€ 5.000) geht in diesem Jahr an Kurt Steinmann für seine Neuübersetzung der Ilias. Auf herausragende Weise gelingt es Steinmann, das Werk an die deutsche Gegenwartssprache heranzuführen und zugleich seine Sprachgewalt zu bewahren. Steinmanns Übertragung zeichnet sich durch Präzision, Nähe zur Struktur des griechischen Textes und die äußerst gewandte Handhabung des Hexameters im Deutschen aus.

 

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