Spieleautor Marco Teubner heute im Autorengespräch am Freitag über „Sebastian Fitzek - Safehouse“ und Spiele auf dem Vormarsch

Marco Teubner: „Das Spiel ist eine halbstündige Achterbahnfahrt der Emotionen. Zum Glück ist man nicht alleine, denn die Spieler erleben diese aufregende Verfolgungsjagd gemeinsam: Je besser sie zusammenarbeiten, desto größer sind ihre Überlebenschancen bei der Flucht“

 

Spiele boomen! Von privaten Spieleabenden bis hin zu enorm wachsenden Verbrauchermessen wie die SPIEL Essen oder der recht jungen Berliner Brettspiel Con – die analoge Unterhaltung rund um’s Spielbrett liegt voll im Trend. Kein Wunder, dass Spiele auch im Buchhandel immer stärker als Produktgruppe wahrgenommen werden. Daher befragen wir heute einfach mal einen Spiele-Autor: Marco Teubner, aus dessen Feder „Sebastian Fitzek – Safehouse“ stammt.

BuchMarkt: Warum ist gerade das Spiel „Safehouse“ so besonders erfolgreich im Buchhandel?

Marco Teubner: Eine große, schwarze, geheimnisvolle Box auf der dick und fett der Name Sebastian Fitzek steht – das ist im Buchhandel schon mal ein ziemlich guter Türöffner, denke ich. Und das Spielen selbst ist tatsächlich vergleichbar mit der Lektüre eines Fitzek-Thrillers: Man ist schnell gefesselt und kann schwer wieder loslassen. „Safehouse” schlägt sozusagen die Brücke zwischen zwei Welten: der Leserschaft der Fitzek-Romane und der ambitionierten Brettspieler!

Mit welchem Argument kann der Buchhändler das Spiel am besten verkaufen?

Stellen Sie sich vor, Sie sind Protagonist in einem Fitzek-Roman! Der Mörder ist Ihnen dicht auf den Fersen, und Sie haben nur noch wenig Zeit, zu entkommen! Das Spiel ist eine halbstündige Achterbahnfahrt der Emotionen. Zum Glück ist man nicht alleine, denn die Spieler erleben diese aufregende Verfolgungsjagd gemeinsam: Je besser sie zusammenarbeiten, desto größer sind ihre Überlebenschancen bei der Flucht.

Was ist das besondere an Safehouse?

Dieses emotionale Eintauchen in das Spiel wird von den Spielern als sehr intensiv erlebt und führt nicht selten nach dem Spiel zu einer sichtbaren Erschöpfung, die aber sehr schnell in ein “Komm, noch einmal!” umschlägt, besonders, wenn man kurz vor dem Safehouse noch vom Täter eingeholt wurde.

Welche Argumente hat ein Buchhändler, der das Spiel verkaufen will, noch?

Das Spiel hat eine sehr außergewöhnliche Ausstattung: Die Flucht geht über 5 Spielpläne, die wie ein Buch nach und nach aufgeblättert werden und so auch haptisch eine schöne Verbindung zu den Fitzek-Büchern schaffen. Auf der letzten Seite gibt es dann noch eine kleine Überraschung. Außerdem gibt es einen speziellen Sound zum Spiel, der die Stimmung noch anheizt und der Stressfaktor lässt sich dank der drei unterschiedlichen Schwierigkeitsgrade sogar noch steigern.

Muss man Fitzek-Leser sein, wenn man Safehouse spielen will?

Trotz des „Fitzek-Flairs“ und vieler Anspielungen auf die Romane ist die Geschichte des Spiels eine eigenständige, d.h. es baut nicht auf einem bestimmten Roman auf und auch versierte Fitzek-Leser haben keinen Vorteil beim Spielen.

Für die Entwicklung von Safehouse haben Sie angeblich alle Fitzek-Thriller gelesen – was lesen Sie sonst so privat?

Spielanleitungen! Schließlich muss ich mir einen Überblick über die tausenden von Spielen verschaffen, die jedes Jahr auf den Markt kommen.

Welche Frage, die wir hier nicht gestellt haben, hätten Sie gerne beantwortet?

Was machen Sie gerade?

Dann verraten Sie uns das doch!

Da „Safehouse“ so gut ankommt, will ich, sozusagen als kleines Dankeschön an die vielen tausend Spieler und Fans, ein kleines, feines Add-On für das Spiel machen. Halten Sie die Augen offen, denn Safehouse wird bald nicht nur solitär – also auch allein – spielbar sein, sondern auch eine kleine “legacy”-Erweiterung bekommen.

Die Fragen stellte Christian von Zittwitz

Jeden Freitag finden Sie auf diesem „Sendeplatz“ ein Autorengespräch zu Büchern unsrer Anzeigenkunden und unserer Freunde – in der Regel zum Start eines neuen Buches für Sie als BuchhändlerIn, damit sie schnell wissen, wem Sie das mit welchem Argument am besten verkaufen können. Vorschläge gern an redaktion@buchmarkt.de

 

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