Die Auszeichnungen werden am 11. November bei einer Gala in der Frankfurter Brotfabrik übergeben Sondermann-Preis geht an Nicolas Mahler und Stefanie Sargnagel

Der Sondermann e.V. verleiht seine beiden diesjährigen Preise für komische Kunst an Nicolas Mahler und Stefanie Sargnagel. Der 1969 in Wien geborene Mahler sei der derzeit international renommierteste deutschsprachige Comic-Künstler. Der mit 5.000 Euro dotierte Sondermann-Preis würdigt „neben seinem schier unendlichen Ideen- und Formenreichtum vor allem die im Suhrkamp Verlag erschienenen Comics nach Meisterwerken der Weltliteratur wie Thomas Bernhards Alte Meister (2011), Robert Musils Mann ohne Eigenschaften (2013), Marcel Prousts Auf der Suche nach der verlorenen Zeit (2017) und im kommenden Jahr James Joyces Ulysses.
Der diesjährige Sondermann-Förderpreis in Höhe von 2.000 Euro geht an die 1986 in Wien geborene Schriftstellerin Stefanie Sargnagel. Mit ihren auf eigenen Erfahrungen gründenden „Callcenter-Monologen“, die unter dem Titel Binge Living 2013 als Buch erschienen, habe sich Sargnagel als eine der originellsten Autorinnen in den Sozialen Medien etabliert, die seitdem ihr Hauptforum für Publikationen geblieben sind. Als Mitglied der feministischen „Burschenschaft Hysteria“ veralbert sie akademische Männerbünde, und in München bibbert man der für 2020 angesetzten Premiere ihres Oktoberfest-Stücks Am Wiesnrand entgegen.
Die Gala zur Preisverleihung in der Frankfurter „Brotfabrik“ findet am
11. November statt, dem Geburtstag des 2004 verstorbenen Zeichners Bernd Pfarr, nach dessen Cartoon-Serie „Sondermann“ Verein und Preis benannt sind. Zu den bisherigen Preisträgern gehören Hans Traxler, Michael Sowa und Jan Böhmermann. Im vergangenen Jahr erhielten Otto Waalkes den Haupt- und die Comiczeichnerin Anna Haifisch den Förderpreis.

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