37. Vollversammlung in Wittenberg Präses Annette Kurschus neue Aufsichtsratsvorsitzende der Deutschen Bibelgesellschaft

Präses Annette Kurschus

Annette Kurschus, Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen, ist neue Vorsitzende des Aufsichtsrates der Deutschen Bibelgesellschaft. Sie tritt damit die Nachfolge des ehemaligen bayrischen Landesbischofs Dr. Johannes Friedrich an. Die 37. Vollversammlung der Deutschen Bibelgesellschaft tagte am Montag und Dienstag, 8. und 9. Mai, in der Lutherstadt Wittenberg. Professor Dr. Christoph Levin, Dozent für Altes Testament in der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Universität München, wurde von der Deutschen Bibelgesellschaft mit der Canstein-Medaille ausgezeichnet.

Als stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrates wurden wiedergewählt: Dr. Hans-Jürgen Abromeit (Greifswald), Bischof der Nordkirche im Sprengel Mecklenburg und Pommern, und Stefan Werner (Neulingen), Oberkirchenrat der badischen Landeskirche und ab 1. Juli Direktor des Oberkirchenrates der Evangelischen Landeskirche in Württemberg. Weitere Mitglieder des Aufsichtsrates sind der württembergische Oberkirchenrat Werner Baur (Mössingen), Thies Gundlach (Hannover), Vizepräsident des Kirchenamtes der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Michael Jung (Schwaigern-Stetten a.H.), Bereichsleiter Unternehmenskunden der Baden-Württembergischen Bank, Sebastian Knöfel (Doberschütz), Geschäftsführer der Evangelischen Verlagsanstalt Leipzig, Dr. Rolf Krämer (Hemmingen), Juristischer Vizepräsident der hannoverschen Landeskirche, Professor Dr. Christoph Levin (München), Professor Dr. Holger Strutwolf (Münster), Direktor des Instituts für neutestamentliche Textforschung, und Eva Thomi (Biel/Schweiz), Geschäftsführerin der Schweizerischen Bibelgesellschaft.

Im Jahresbericht blickte der Generalsekretär der Deutschen Bibelgesellschaft, Dr. Christoph Rösel, auf ein erfolgreiches Jahr 2016, in dessen Zentrum das Erscheinen der revidierten Lutherbibel stand. „Mit der Markteinführung der Lutherbibel 2017 ab Oktober 2016 wurde eine wichtige Hürde genommen und zugleich die Revision der Lutherbibel als eines der Großprojekte der letzten Jahre erfolgreich abgeschlossen“ so der Theologe. Mehr als 300.000 Ausgaben der neuen Lutherbibel wurden bereits im vierten Quartal 2016 verkauft. Der scheidende Aufsichtsratsvorsitzende Johannes Friedrich hob vor den rund 60 Vertretern der regionalen Bibelgesellschaften, evangelischen Freikirchen und christlichen Werken vor allem die mediale Aufmerksamkeit hervor, die die Neuerscheinung bekommt.

Zu den aktuellen Herausforderungen zählt Rösel die Weiterführung des BasisBibel-Übersetzungsprojektes und die Neugewinnung von Spenderinnen und Spendern für die Weltbibelhilfe. Zudem lasse sich momentan beobachten, dass klassische Formen des Bibellesens, etwa nach einem Bibelleseplan, eher zurückgingen. Offen sei, welche anderen Formen an ihre Stelle träten und wie sich das längerfristig auswirke.

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