"Meisterhaft und äußerst glaubwürdig erzählt" Peter-Härtling-Preis an Antje Herden überreicht

Am vergangenen Sonntag lud Beltz & Gelberg zur Verleihung des Peter-Härtling-Preises in die Beltz Buchhandlung nach Weinheim ein. Autorin Antje Herden erhielt die Auszeichnung für ihren Jugendroman Keine halben Sachen. Es war die erste Preisverleihung ohne den Namensgeber des Preises, den verstorbenen Peter Härtling.

Zu Beginn der Veranstaltung begrüßte Verlegerin Marianne Rübelmann die Gäste, unter denen sich auch Peter Härtlings Ehefrau und Sohn befanden. Sie betonte die Bedeutung von Härtlings Werks und erinnerte an die Anfänge des Preises, den Beltz & Gelberg als Geschenk zum 50. Geburtstag des Autors 1984 gestiftete hatte. Stellvertretend für die Jury gab Lektorin Barbara Gelberg Einblicke in die langjährige Zusammenarbeit mit Peter Härtling und verdeutlichte die Lücke, die er hinterlasse.

»Peter Härtling fehlt sehr.« – Dieser Aussage schloss sich auch die Laudatio von Tilman Spreckelsen an. Der Juryvorsitzende erörterte jedoch, dass die Wahl des diesjährigen Preisbuches im Sinne des verstorbenen Autors gewesen wäre. »Meisterhaft und äußerst glaubwürdig« erzähle Antje Herden, »wie sich ein Junge auf der Suche nach dem richtigen Leben in einer Parallelwelt verliert«, so die Begründung der Jury.

Tilman Spreckelsen, Antje Herden und Marianne Rübelmann bei der Preisübergabe © E. Distelrath

Die Preisurkunde nahm Antje Herden sichtlich gerührt entgegen und erzählte in spontanen Dankesworten von ihrer eigenen Verbindung zum verstorbenen Namensstifter: Härtlings Tochter Sophie habe sie vor vielen Jahren dazu bewegt, ihr erstes Kinderbuch zu publizieren. Den Auftrag, Kindern und Jugendlichen den Spaß am Lesen und Schreiben zu vermitteln, nimmt die Autorin ernst. Im Vorfeld der Preisverleihung hatte sie mit Schülerinnen und Schülern der Weinheimer Dietrich Bonhoeffer-Schule einen Schreibworkshop zu ihrem Roman abgehalten. Die erarbeiten Texte trugen die Schülerinnen und Schüler Marisa Frischel, Marisa Selbitschka und Martin Villanueva-Astroga zum Abschluss der Verleihung vor.

Herdens Geschichte um den fünfzehnjährigen Robin, dessen sehnlichster Wunsch, »keine halben Sachen« mehr zu machen, in den Drogenrausch führt, begeisterte das Publikum, so dass die Preisträgerin recht ausdauernd signieren durfte. Abgerundet wurde der festliche Teil mit einem Empfang auf dem Atrium vor der Buchhandlung.

 

 

 

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