Buchhandel Weckruf aus Österreich: Buchhandel hat große Umsatzchancen im E-Buchmarkt – ein lesender Mönch soll dabei helfen

„Kunden haben größeres Vertrauen in ihre Buchhandlungen als die Händler selbst“ ist das Ergebnis einer Studie bei österreichischen Buchkunden. Und für Bernhard Borovansky, die diese Studie  für die von ihm geführte  österreichischen Marketinggruppe  Buch&Media in Auftrag gegeben hatte, ist das „ganz eindeutig der Weckruf für eine  Multichannelstrategie“, also den parallelen Verkauf von gedruckten Büchern und E-Books im Buchhandel.

borovansky
Gute Frage: Studie bei österreichischen Buchkäufern ist ein Weckruf

 

Laut Market Mentor trauen nämlich 80% der Befragten den Buchhandlungen zu, dass sie E-Books verkaufen, obwohl diese das Thema noch nicht ordentlich bespielen, ja, „die Kunden erwarten sogar, dass Buchhandlungen E-Books anbieten“. Einen Gedanken, dem er nicht nur in Österreich, sondern jetzt auch auf dem deutschen Markt mehr Verbreitung wünscht.

Die Studie liefert weitere Argumente, die den Buchhandel auch bei uns motivieren sollen:

  • 75% der Buchhandelskunden recherchieren regelmäßig im Internet nach Büchern.
  • 62% haben im Internet schon einmal Bücher bestellt, aber nur
  • 38% wussten. dass ihre Buchhandlung überhaupt einen Internetshop betreibt.

Borovansky: „Die Kundinnen und Kunden sind bis jetzt aus Mangel an Angeboten zum Thema E-Reading im mitteständischen Buchhandel förmlich zu Amazon getrieben worden. Der Bekanntheitsgrad von Amazons Kindle liegt bei 92 %. Tolino hat als erstes damit begonnen, dem Kindle etwas entgegenzusetzen und kommt inzwischen auf 57%. Aber er sieht eine Alternative: Mit Pocketbook verfügt der Buchhandel nun über ein weiteres E-Reading-Ökosystem (Start war im Frühjahr 2016), das in Österreich über einen Bekanntheitsgrad von schon 22% verfügt.

Die Studie dazu geführt, dass die Marketingaktivitäten zum Thema E-Reading massiv verstärkt werden. Denn: Auch der mittelständische Buchhandel kommt am Thema E-Reading nicht vorbei. So wurde in die Leseapp „Pocketbook-Reader“ eine Funktion eingebaut, die es den Kundinnen und Kunden ermöglicht, in ihrer Buchhandlung per ISBN-Scan E-Books zu kaufen. Die Buchhandlung stellt ihren Kunden weiter Bücher vor, kann ihnen jetzt aber anbieten, diese sowohl als Printausgabe als auch als elektronische Ausgabe direkt in der Buchhandlung zu kaufen und in die Cloud zu stellen und damit synchronisierbar mit E-Reader und Leseapp zu machen. Ein in Wien von Backyard produzierter Film (seit heute auf youtube online) zeigt, dass auch kleinere Buchhandlungen das Thema, unter anderem mit Unterstützung durch diese Funktion, gut bespielen können – hier ist er:

 

 

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