Auszeichnungen Nino Haratischwili erhält den Schiller-Gedächtnispreis des Landes Baden-Württemberg

Nino Haratischwili (c) Danny Merz

Der mit 25.000 Euro dotierte Schiller-Gedächtnispreis des Landes Baden-Württemberg geht dieses Jahr an Nino Haratischwili.  Seit 1955 wird der Preis alle drei Jahre verliehen. Nino Haratischwili erhält diese Auszeichnung für ihr herausragendes literarisches Werk und folgt anderen Preisträgerinnen und Preisträgern wie Max Frisch, Christa Wolf oder Rainald Goetz.

Die Ehrenpreise erhalten die Nachwuchsdramatikerinnen Svealena Kutschke und Maryam Zaree. Die Entscheidung traf eine unabhängige Jury unter Vorsitz von Kunststaatssekretärin Petra Olschowski, die den Schiller-Gedächtnis-Preis 2019 am 14. November in Stuttgart verleihen wird.

»Nino Haratischwilis literarisches Werk ist facettenreich und von einer hohen ästhetischen und sprachlichen Qualität«, so die Bewertung der Jury. »Ihre Stücke folgen einer offenen Dramaturgie, sind erzählend und stellen Fragen, ohne moralisierend zu sein. Ihre Figuren spiegeln die gefährdete Subjektivität in unserer krisenhaften globalisierten Welt, thematisieren Migration und die psychologischen Beschädigungen aus weiblicher Perspektive. Mit ihrem 2014 veröffentlichten monumentalen Familienepos ›Das achte Leben (Für Brilka)‹ zeigt sich Nino Haratischwili auf über 1.200 Seiten als eine große sprachliche Stilistin«.

Kunstministerin Theresia Bauer betont: »Literatur hat für Nino Haratischwili immer auch eine gesellschaftspolitische Funktion. Mit ihr zeichnen wir eine Autorin aus, die der deutschsprachigen Literatur neue Perspektiven öffnet und sich damit in die aufklärerische Tradition Schillers stellt. Das gilt auch für ihre Theatertexte.«

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