"Ich habe sehr gerne für diesen besonderen Verlag und mit den Menschen dort gearbeitet“ Michael Braun verlässt dtv

Michael Braun:  Das Ergebnis 2019 war gegen jeden Trend weit über Plan –  ein „guter Zeitpunkt um neue Aufgaben anzugehen“ (Foto: dtv)

Der dtv und der kaufmännische Geschäftsführer, Michael Braun, gehen zukünftig getrennte Wege, dies geht aus einer Pressemitteilung des Verlags hervor. Darin wird Michael Braun folgendermaßen zitiert: „Ich habe mich entschieden dtv zu verlassen, im besten Einvernehmen mit den Gesellschaftern des Verlages und aus persönlichen Gründen. Ich möchte gerne beruflich in den nächsten Jahren etwas Neues machen. dtv hat eines der wirtschaftlich erfolgreichsten Jahre hinter sich und ist programmatisch und strategisch bestens aufgestellt. Das sind gute Voraussetzungen für mich, meine Aufgaben zu übergeben. Ich habe sehr gerne für diesen besonderen Verlag und mit den Menschen dort gearbeitet und bin mir sicher, dass die Herausforderungen der Zukunft sehr gut bewältigt werden können.“

Das ist sicherlich eine Floskel, aber das heißt auch im Klartext: Der Verlag ist  extrem gut in die Zukunft unterwegs –  22 Titel sind derzeit  auf den Bestsellerlisten, das Ergebnis 2019 war gegen jeden Trend, Umsatz und Profit sind weit über Plan – „der Aufbruch“, von dem er noch vor einem Jahr beim 60. Geburtstag von Claudia Baumhöver sprach, „ist spürbar“.  Damals haben die beiden jedenfalls noch mit einander gesprochen, zuletzt  wohl weniger. So scheint  die wesentliche  Nachricht zu sein: Sie bleibt, nicht er.

Als kaufmännischer Geschäftsführer verantwortete er für den renommierten Verlag die Ressorts Vertrieb, Herstellung, Finanzen, Controlling, Personal & Recht und IT. Peter Saßnink (C.H.Beck) bedankte sich als Sprecher der Gesellschafterverlage für Michael Brauns Leistungen: „Im Namen der Gesellschafter und des Verlags möchten wir Herrn Braun unseren großen Dank und unsere Anerkennung dafür ausdrücken, was er für den dtv geleistet hat“

 

Kommentare (2)
  1. Seit Claudia Baumhöver als Verlegerin bei dtv tätig ist, wurde nun der dritte kaufmännische Geschäftsführer verschlissen, die Belegschaft wird regelrecht terrorisiert. Hinzu kommen teure Flops wie das neue Imprint „bold“. Trotzdem scheint man auf Gesellschafterseite nicht auf die Idee zu kommen, eine sehr naheliegende personelle Veränderung vorzunehmen.

  2. Fast ein Drittel der Belegschaft hat den Verlag in 2019 verlassen. Entweder freiwillig oder durch Kündigung seitens dtv.

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