Monika Grütters: "Dieses Engagement zu würdigen und Aufmerksamkeit zu schaffen für herausragende Verlagsprogramme, ist mir ein Herzensanliegen" Deutscher Verlagspreis: Matthes und Seitz Berlin, Liebeskind und DOM Publishers mit je 60.000 Euro ausgezeichnet

Die Verlage Matthes und Seitz Berlin, Liebeskind und DOM Publishers erhalten als Spitzenpreisträger des zweiten Deutschen Verlagspreises für die besondere Qualität und Innovationskraft ihrer Arbeit jeweils ein Gütesiegel und eine Prämie in Höhe von 60.000 Euro. Dies hat Kulturstaatsministerin Monika Grütters heute in einer Videobotschaft bekanntgegeben.

Die Auswahl sei ein Spiegel der kulturellen Vielfalt der Verlage in Deutschland, erklärte Grütters. „Ohne sie wäre die Buchkultur in Deutschland um einiges ärmer. Dieses Engagement zu würdigen und Aufmerksamkeit zu schaffen für herausragende Verlagsprogramme, ist mir ein Herzensanliegen“, so die Kulturstaatsministerin weiter.

In der Begründung der Verlagspreisjury unter Vorsitz von Dr. Insa Wilke
heißt es: „Der Verlag Matthes & Seitz Berlin überrascht uns seit bald zwanzig Jahren zuverlässig mit neuen Stimmen aus aller Welt, mit der Wiederentdeckung von Klassikern, die ihrer Zeit weit voraus waren, er lässt uns die Vielfalt der Natur erkunden und an den Freuden von Wissenschaft und Philosophie teilhaben – und das alles durch Bücher, die nicht nur inhaltlich überzeugen, sondern auch wunderbar gestaltet sind.“
Den Liebeskind Verlag lobte die Jury für seinen anspruchsvoll und stringent gestalteten Auftritt und sein Gespür für Neuentdeckungen. „Inzwischen sind seine Autorinnen und Autoren gerade in der internationalen Literatur und im Segment des ,Literarischen Krimis‘ nicht mehr wegzudenken“ , sagte Wilke.
Seit fünfzehn Jahren leiste der inhabergeführte Verlag DOM Publishers mit
seinen eigenständig gestalteten Büchern einen wertvollen Beitrag zur Debatte über zeitgenössische Architektur und Städtebau, so Wilke weiter. „Neben praxisrelevanten Handbüchern und Monografien zur internationalen Architekturgeschichte überzeugt auch die mittlerweile auf mehr als hundert Bände angewachsene Reihe Architekturführer über Städte auf der ganzen Welt.“

Der Deutsche Verlagspreis wird in drei Kategorien verliehen: Neben den drei Spitzenpreisträgern werden 60 weitere Verlage für ihre hervorragenden Leistungen mit einem Gütesiegel und jeweils 20.000 Euro ausgezeichnet. Drei Verlage, die mit ihrem durchschnittlichen Jahresumsatz in den letzten drei Jahren über drei Millionen Euro pro Jahr liegen, erhalten ein undotiertes Gütesiegel. Bis auf die Spitzenpreisträger waren alle Preisträger bereits am 18. Mai bekannt gegeben worden.

In diesem Jahr waren mit 334 (2019:312) mehr Bewerbungen für den Deutschen Verlagspreis eingegangen. Kriterien für eine Auszeichnung waren ein überzeugendes Verlagsprogramm, das kulturelle Engagement und die Umsetzung innovativer Projekte der jeweiligen Verlage sowie die außerordentlich hohe Qualität ihrer verlegerischen Arbeit.

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