Heute unterschrieben Lüneburger Kulturszene unterzeichnet „Erklärung der Vielen“

Heute in Lüneburg bei der Unterzeichnung der Erklärung

 

„Kunst schafft einen Raum zur Veränderung der Welt“, das ist die Idee, die hinter der Aktion „Lüneburger Kulturszene unterzeichnet Erklärung der Vielen steht. Als einer der ersten hat heute auch der Lüneburger Buchhändler Jan Orthey im Theater Lüneburg die Lüneburger Erklärung unterschrieben. Sie soll auch dokumentieren:  Theater, Museen, Buchhandlungen, Kinos, Orchester und kulturelle Begegnungsstätten – die kulturelle Landschaft in Stadt und Region Lüneburg ist vielfältig.

Lünebuch-Fenster zur Aktion

 

Deshalb hatten sich die Kulturschaffenden auf eine „Lüneburger Erklärung der Vielen“ verständigt, die heute um 15 Uhr feierlich unterzeichnet wurde und ein Zeichen der Solidarität setzen soll „angesichts von vermehrten Versuchen, in die Freiheit der Kunst einzugreifen und die Kultur insgesamt zu „renationalisieren“.
Die Unterzeichner begreifen „Kunst und ihre Einrichtungen als offene Räume, die vielen gehören.“ Sie bekennen sich zu einer Gesellschaft als „plurale Versammlung. Viele unterschiedliche Interessen treffen aufeinander und finden sich oft im Dazwischen. Demokratie muss täglich neu verhandelt werden – aber immer unter der Voraussetzung: Es geht um alle, um jede*n Einzelne*n als Wesen der vielen Möglichkeiten“.
Gemeinsam verpflichten sich die Beteiligten zu einem offenen, aufklärenden, kritischen Dialog über rechte Strategien und zu einem Dialog mit Mitwirkenden und Publikum mit dem Ziel „unsere Gesellschaft als eine demokratische fortzuentwickeln.“ Lünebuch – als größter nicht geförderter Kulturträger der Region – engagiert und positioniert sich mit der „Erklärung der Vielen“ klar gegen jede Einflussnahme rechter Gruppen und Parteien und für den Erhalt der kulturellen Förderung und deren Vielfalt.

Erklärungen dieser Art gibt es unter anderem bereits in Berlin, Hamburg, Nordrhein-Westfalen, Mecklenburg-Vorpommern und Dresden. Zuletzt hatte auch der Deutsche Bühnenverein auf die zunehmenden Versuche von Rechtspopulisten und -gruppierungen hingewiesen, Einfluss auf das Programm und die Finanzierung von Kulturinstitutionen zu erlangen, und den zunehmend aggressiven und diffamierenden Ton der Angriffe beklagt.

Bisher waren es vor allem Kulturinstitutionen großer Städte und ganzer Bundesländer, die eine „Erklärung der Vielen“ beschlossen haben. In Lüneburg wird nun auf lokaler Ebene ein möglichst breites Bündnis der Kulturschaffenden zur Unterstützung gebildet.

Der vollständige Text der „Lüneburger Erklärung der Vielen“ ist auf den Internetseiten der Unterzeichner zu finden, unter anderem auf www.luenebuch.de, sowie auf www.dievielen.de

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