„Eine große Abenteuergeschichte voller Wärme, Heiterkeit und Lebensfreude – mitten aus dem Reich des Todes“ LUCHS-Preis im September geht an Frida Nilsson für „Sasja und das Reich jenseits des Meeres“

Frida Nilsson (c) Mia Carlsson

Der LUCHS-Preis geht im September an die schwedische Autorin Frida Nilsson für ihr Buch Sasja und das Reich jenseits des Meeres, übersetzt von Friederike Buchinger, erschienen im Gerstenberg Verlag und empfohlen für Leser ab 11 Jahren.

Zum Inhalt: Als der Tod seine Mutter holt, nimmt der Junge Sasja die Verfolgung auf und erlebt ein fantastisches Abenteuer im Reich der Verstorbenen. Dort gibt es eigene Gesetze, eigene Völker und einen extravaganten Herrscher: Der gut aussehende Herr Tod faulenzt sich durch die Tage, lässt sich gebackene Köstlichkeiten schmecken und drückt sich vor der Hausarbeit. Die drei Völker haben je ihr eigenes Land, alle drei durchquert Sasja auf seiner Reise, in jedem schließt sich ihm ein Kind des jeweiligen Volkes an. Die vier Freunde klopfen schließlich bei Herrn Tod an, um ihn auszutricksen und Sasjas Mutter zurückzuholen.

Der Anfang des Buches „ist von großer Schwere und Traurigkeit“, doch schon nach 20 Seiten erzählt Frida Nilsson „eine große Abenteuergeschichte voller Wärme, Heiterkeit und Lebensfreude – mitten aus dem Reich des Todes“, urteilt Katrin Hörnlein in der ZEIT. Bei aller Abenteuerlust ist Sasja aber auch immer wieder voller Wut und verloren in dieser Welt und fragt sich, welchen Sinn das Dasein habe, wenn man nicht mehr sterben kann. „Es sind Fragen und Gedanken wie diese, die nach der Lektüre im Gedächtnis bleiben.“ Oft wurde Nilsson mit Astrid Lindgren verglichen. Bei allen Gemeinsamkeiten kann Nilssons Werk aus wunderbaren Kinderbüchern aber für sich selbst stehen. Mit diesem 500-seitigen Kinderroman hat sie „ihr bisheriges Schaffen gekrönt“.

Jeden Monat vergeben DIE ZEIT und Radio Bremen den LUCHS-Preis für Kinder- und Jugendliteratur. Aus den zwölf Monatssiegern wird der Jahres-LUCHS gewählt. Die Jury bilden Brigitte Jakobeit, Übersetzerin, Maria Linsmann, Kunsthistorikerin, Anja Robert, Redakteurin bei Radio Bremen, und Benno Hennig von Lange, Junges Literaturhaus Frankfurt. Den Vorsitz hat Katrin Hörnlein, die bei der ZEIT das Ressort Junge Leser und die Kinder- und Jugendliteratur verantwortet.

Die LUCHS-Jury empfiehlt außerdem: das Sachbuch Alle haben einen Po von Anna Fiske (Hanser), empfohlen für Leser ab 4 Jahren, das Jugendbuch Immer kommt mir das Leben dazwischen von Kathrin Schrocke (Mixtvision), empfohlen für Leser ab 12 Jahren, sowie das Bilderbuch Der beste Bobs von Kristina Heidmann (Rieder), empfohlen für Leser ab 4 Jahren.

Radio Bremen stellt das Buch und den aktuellen Preisträger vor: Am Donnerstag, 05. September 2019, um 15.10 Uhr auf Bremen Zwei und am Sonnabend, 07. September 2019, um 14.40 Uhr auf COSMO. Das Gespräch zum Buch wird online abrufbar sein unter: www.radiobremen.de/luchs.

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