WEKA scheitert mit Klage gegen Süddeutschen Verlag

Der Weka-Fachverlag ist mit seiner millionenschweren Schadensersatzklage gegen den Süddeutschen Verlag (SV) gescheitert.

Der Nachweis für ein „treuwidriges oder gar betrügerisches Verhalten“ durch den Süddeutschen Verlag habe nicht geführt werden können, urteilten die Richter am Freitag in Augsburg.

Weka hatte in dem seit mehr als zwei Jahren geführten Prozess auf 76,3 Millionen Euro Schadensersatz geklagt. Hintergrund der Klage war der 2001 geplatzte Verkauf der Sparte Computer- und Fachzeitschriften der Gruppe an den SV.

Im April 2001 hatte der SV von Weka den Bereich Fachzeitschriften in der Sparte Computer, Telekommunikation und Elektronik für 157 Millionen Euro gekauft. Die in Poing bei München von 350 Mitarbeitern publizierten Titel erreichten damals eine Auflage von 1,1 Millionen Exemplaren. Auflage Um eine marktbeherrschende Stellung des SV zu verhindern, machte das Bundeskartellamt seine Zustimmung zu dem Ge-schäft jedoch davon abhängig, dass sich der Käufer seinerseits von zwei Elektronik-Zeitschriften trennt, was innerhalb der gesetzten Frist allerdings nicht gelang.

Die Weka-Verlagsgruppe hatte daraufhin dem Süddeutschen Verlag vorgeworfen, wegen eines drohenden finanziellen Engpasses den Verkauf seiner beiden Titel nicht ernsthaft betrieben zu haben, um so das Geschäft platzen zu lassen.

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