Orel Füssli legt Geschäftsbericht vor: Umsatz um 5 Prozent gesteigert / Buchhandel stagniert / Dr. Peter Klauser tritt aus dem Verwaltungsrat zurück

In Vorbereitung auf ihre Generalversammlung legt die Orell Füssli Gruppe ab heute ihren Geschäftsbericht vor. Dort finden sich nicht nur nach einem offensichtlich schwierigen Jahr 2005 Zahlen mit Aufwärtstendenz. Auch die Unternehmensspitze soll offensichtlich umgebaut werden.

So tritt Dr. Peter Klauser anlässlich der Generalversammlung vom 9. Mai 2007 nach 22 Jahren, wovon 11 Jahre als Präsident, aus dem Verwaltungsrat der Orell Füssli Holding AG zurück. In seine Amtszeit fielen umfassende organisatorische Veränderungen wie die Einführung einer zeitgemässen Corporate Governance und richtungweisende strategische Entscheide wie die Akquisitionen von Teledata und Atlantic Zeiser.

Als neues Mitglied und Vertreter der Schweizerischen Nationalbank schlägt der Verwaltungsrat der Generalversammlung die Wahl von Dr. Hans Kuhn vor. Hans Kuhn ist Leiter des Rechtsdienstes und Direktor bei der SNB. Vorbehältlich seiner Wiederwahl als Verwaltungsratsmitglied durch die Generalversammlung wird Dr. Klaus Oesch das Verwaltungsratspräsidium übernehmen und die operative Leitung der Gruppe per 1. Juli 2007 an Sönke Bandixen übergeben. Sönke Bandixen verfügt über langjährige Erfahrung im Management von Industrieunternehmen in der Schweiz und im Ausland

Luat Pressemitteilung zum Geschäftsbericht habe die Orell Füssli AG im Jahr 2006 mit ihren fünf Divisionen (gemeint sind fünf Geschäftsbereiche, Anm. d. Red.) den Umsatz gegenüber dem Vorjahr um knapp 5% auf 353 Mio. CHF gesteigert.

Das Jahresergebnis liegt mit 27.4 Mio. CHF deutlich über dem Vorjahr mit 14.9 Mio. CHF, das allerdings durch Sonderfaktoren belastet war. Aber auch im Vergleich zum sehr guten Ergebnis 2004 resultiert ein um rund 14% gesteigerter Gewinn.

Im Buchhandel war die Nachfrage erneut verhalten. Trotz leicht gestiegenem Umsatz wurden die Erwartungen im Jahr 2006 nicht erfüllt. Dies ist auf eine laufende Erosion der Preise im Buchhandel und auf Probleme bei der Einführung eines neuen ERP-Systems zurückzuführen.

Der Verlagsbereich konnte bei leicht höheren Umsätzen das Ergebnis erneut signifikant verbessern. Dazu beigetragen haben vor allem das Teledata-Geschäft bei den Wirtschaftsinformationen und der Buchverlag.

Im Industriegeschäft von Atlantic Zeiser erhöhten sich Umsatz und EBIT. Da die Sonderbelastungen aus dem Vorjahr wegfielen, konnte der Gewinn signifikant gesteigert werden.

Der Sicherheitsdruck war über das ganze Jahr sehr gut ausgelastet. Auch hier konnten die Probleme des Vorjahres bereinigt und die angestammte Ertragskraft wieder hergestellt werden. Die hohe Auslastung ist in vor allem auf den Druck von ausländischen Banknoten zurückzuführen.

Ds Ergebnis reicht offensichtlich um folgenden Antrag bei der bevorstehenden Generalversammlung zu stellen: „Der Verwaltungsrat beantragt der Generalversammlung vom 9. Mai 2007 die Ausschüttung einer 50% höheren Dividende von CHF 4.50 pro Namenaktie. Dies entspricht der Ausschüttungspolitik, wonach ca. 1/3 des Gewinns an die Aktionäre überwiesen wird. Bei einem Kurs pro Namenaktie von CHF 200.- wird damit eine Dividendenrendite von 2.25% erreicht.“

Der ganze Geschäftsbericht kann unter www.orellfuessli.ch eingesehen werden.

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