Karstadt Quelle will Lieferanten zur Kasse bitten / Verlage wollen nicht in die Knie gehen

Bundesweit hat die Forderung der Karstadt Quelle AG Empörung ausgelöst, ab 15. August auf alle Wareneingänge einen Preisnachlass von 2,5 % zu verlangen. („Unsere jeweiligen Konzernunternehmen werden deshalb ab Wareneingang 15. August eine zusätzliche Bonifizierung zur Sicherung unseres gemeinsamen Wachstums in Höhe von 2,5 % des Rechnungsbetrages für Wareneingänge in Abzug bringen“). Doch es sieht derzeit so aus, als wolle der Konzern von seiner Forderung nicht absehen, die natürlich auch die Verlage treffen würde. Begründung: Es werde damit ein Wertsteigerungs – Programm umgesetzt, das „Restrukturierung und Wachstum“ von der Produktion bis zum Verkauf vorsehe, teilte der Konzern noch gestern mit. Die Lieferanten profitierten von einer solchen Stärkung der Wettbewerbsposition des Konzerns durch größere Liefervolumina“ …. aus Sicht der betroffenen Lieferanten und auch vieler Verlage eine höhnische Verletzung gewachsener Handelsbräuche. Erste Umfragen bei Verlagen zeigen, dass man derzeit eher einen Lieferstopp in Erwägung zieht, als auf diese einseitige Änderung der Konditionen einzugehen.

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