Bertelsmann steigert Umsatz und operatives Ergebnis 2014

Bertelsmann hat im vergangenen Geschäftsjahr den Umsatz um 3,1 Prozent auf 16, 7 Milliarden Euro gesteigert. Hierzu haben maßgeblich strategische Transaktionen beigetragen wie der Zusammenschluss der Verlagsgruppen Penguin und Random House, sagte der Vorstandsvorsitzende Thomas Rabe heute auf der Bilanz-Pressekonferenz des Unternehmens in Berlin.

„Das Jahr 2014 lief für uns erfreulich: Unser Umsatz ist so hoch wie seit sieben Jahren nicht mehr. Dasselbe gilt für unser operatives Ergebnis, es ist eines der besten der Bertelsmann-Geschichte“, so Rabe. Er betonte ferner, dass Bertelsmann 2014 sowie in den ersten Monaten des laufenden Jahres in allen vier strategischen Stoßrichtungen – Stärkung der Kerngeschäfte, digitale Transformation, Ausbau von Wachstumsplattformen und Expansion in Wachstumsregionen – „deutlich vorangekommen“ sei.

„Seit 180 Jahren gehört das Bücher-Verlegen zum Kerngeschäft von Bertelsmann“, betonte Markus Dohle, CEO von Penguin Random House. Mit dem Zusammenschluss habe man die mit Abstand weltgrößte Publikumsverlagsgruppe geschaffen und bereits in der Phase der Integration „eine ganz starke Performance“ gezeigt. Ende des Jahres soll die Integration abgeschlossen sein. „Der Zusammenschluss baut auf den entscheidenden Erfolgsfaktoren unseres Geschäftes mit hochwertigen Buch-Inhalten auf: die Verschmelzung von individueller Kreativität mit maximaler Reichweite. Genau diesen Kern wollen wir mit Penguin Random House stärken“, so Dohle.

Auch auf der Kreativseite sei das Jahr sehr erfolgreich verlaufen. 502 Titel konnte Penguin Random House in den USA im vergangenen Jahr auf der Bestsellerliste der New York Times platzieren, 64 davon auf Platz Eins. John Greens The Fault in Our Stars (deutsch: Das Schicksal ist ein mieser Verräter) war mit mehr als acht Millionen verkauften Exemplaren allein in den USA das mit Abstand erfolgreichste Buch des Jahres.
„Zahlreiche Verfilmungen von Penguin Random House-Büchern kamen 2014 in die Kinos – darunter Fifty Shades of Grey. Die entsprechenden Filmeditionen der Bücher verkauften sich mehrere Millionen Male. Der Debütroman The Girl on the Train von Paula Hawkins hat sich seit seinem Erscheinen im vergangenen Januar allein in den USA schon mehr als eine Million Mal verkauft. Die Übersetzung erscheint im Juli in Deutschland bei Blanvalet.

„Diese Beispiele zeigen, dass das Herz unseres Geschäfts in unseren 250 Verlagen schlägt“, so Dohle. „Dort werden die Talente der Zukunft entdeckt. Dort werden die Bestseller gemacht. Und dort wird der Inhalt perfektioniert, das beste Buch kreiert, bevor wir es auf den Markt bringen.“

Die zweite Kernaufgabe des Verlagsgeschäftes sei die Maximierung der Reichweite von Autoren und Inhalte. „Zudem haben wir unser Commitment zu internationalem Wachstum mit der Übernahme der spanisch- und portugiesischsprachigen Verlagsgeschäfte von Santillana – genau ein Jahr nach dem Start von Penguin Random House – unterstrichen“, so Dohle. „Gleichzeitig haben wir kontinuierlich in die Effizienz und Stabilisierung unseres Printgeschäftes und den Ausbau unseres Digitalgeschäftes investiert.“

Weltweit verkaufe Penguin Random House zwei Millionen Bücher – in print und digital – am Tag, wobei der Anteil an E-Books weltweit bei durchschnittlich 20 Prozent liegt, so Dohle. „Ob digital oder print, ob in unseren Kernmärkten oder Emerging Markets – gerade in diesen Zeiten des digitalen Wandels ist es mir wichtig zu betonen, dass der entscheidende Erfolgsfaktor unseres Geschäftes der Gleiche bleibt: die Stärkung unserer Kreativität in Kombination mit dem Ausbau unserer Reichweite. Wir sind überzeugt, dass wir mit Penguin Random House genau diese Synthese aus individueller kreativer Heimat und globaler Vermarktung und Distribution geschaffen haben. Dabei waren wir von Anfang an überzeugt, dass die digitale Transformation letztendlich zu einer gesunden Koexistenz zwischen digitalem und traditionellem Geschäft führen wird.“

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